business

AUSSENDER



pressetext.austria

Ansprechpartner: pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01-402 48 510


FRüHERE MELDUNGEN

pte19971110002 in Business

Zusammenhang zwischen Schizophrenie und Virusinfektionen

Aber auch die Vererbung spielt eine Rolle


München (pte) (pte002/10.11.1997/10:44)

Virusinfektionen können bei schizophrenen Erkrankungen eine Rolle spielen. Das zeigten molekulare Analysen der Gehirne von verstorbenen Patienten mit Schizophrenie. Forscher der Johns-Hopkins-Universität (http://www.jhu.edu) in Baltimore stellten ihre Untersuchungsergebnisse auf dem Symposium "Neuroimmunologie, Verhalten und Befinden" in München vor. Schon einige Zeit vermuten Neuroimmunologen einen Zusammenhang zwischen psychiatrischen Krankheitsbildern wie der Schizophrenie und Virusinfektionen kurz nach der Geburt.

Schizophrene Patienten sind meist im Winter geboren, wenn die Infektionsgefahr um ein Vielfaches höher ist. Auch neue Statistiken sprechen für diesen Zusammenhang. Kinder, die in ihren ersten Lebenstagen Mumps oder auch nur Schnupfen bekommen, haben ein siebenmal höheres Risiko, daß bei ihnen im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt Schizophrenie diagnostiziert wird. Thomas Pollmächer vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie über mögliche Gründe: "Vielleicht verursacht die infektiöse Erkrankung einen minimalen Schaden in bestimmten Bereichen des Gehirns und verzögert oder verändert damit dessen Reifung. Die wesentlichen Dinge, die bei einem an Schizophrenie Erkrankten gestört sind, spielen in der ganz frühen Entwicklung keine Rolle. Das würde erklären, daß diese minimale Veränderung erst in der Adoleszenz zum Tragen kommt.

Auch können manche Viruserkrankungen über Jahre latent bleiben, um dann nach mehr als 30 Jahren auszubrechen. Dazu paßt der Befund, den Robert Yolken von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, USA, vortrug: In den Gehirnen verstorbener schizophrener Patienten fand sich das Erbmaterial von Viren, die sich ins Erbgut integriert hatten. Eine Virusinfektion allein löst aber noch keine Schizophrenie aus. Auch Vererbung spielt ein Rolle. Schizophrenie tritt in bestimmten Familien gehäuft auf und im Rahmen des Humangenomprojekts entdeckten Forscher einige Gene, die mit der Krankheit zusammenhängen. Mehrere Faktoren müssen also zusammenkommen, damit eine komplexe Krankheit wie die Schizophrenie auftritt: Ein dafür empfindlicher genetischer Hintergrund, eine Virusinfektion im frühen Lebensalter und außerdem die hormonellen Einflüsse in der Pubertät, der Phase, in der die Schizophrenie häufig zum ersten Mal bemerkt wird. (Quelle: Max-Planck-Institut)

* UV-Licht als krebserregend einstufen? *
UV-Licht soll in den USA offiziell als krebserregend eingestuft werden. Eine entsprechende Änderung im Rahmen des Nationalen Toxikologie-Programms hat jetzt das zuständige Beratergremium gefordert. Das berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist". Der Vorschlag beziehe sich nicht nur auf ultraviolette Sonnenstrahlung, sondern auch auf UV-Licht, das Solarien abgeben. (Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: pr, email: <A HREF=mailto:redaktion@pressetext.at>redaktion@pressetext.at</A>, Tel. 01-402 48 510
Website: pressetext.at
|
Top