pte19971202010 in Business
Zeitungsverleger gegen ORF-Radio-Werbeverbund
"Gemeinsame Werbezeitenvermarktung mit Privatradios problematisch"
Wien (pte) (pte010/02.12.1997/17:54)
Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) hat am Dienstag gegen die Pläne des ORF zur gemeinsamen Werbezeitenvermarktung für Radio Eins, K 4, Donauwelle und Privatradio Burgenland protestiert. Die Konstruktion einer gemeinsamen Werbevermarktung von ORF und Privaten führe zu einer Verfestigung der Strukturen am Radiomarkt statt zu mehr Wettbewerb, teilte der VÖZ in einer Aussendung mit. Außerdem stelle sich die Frage nach der Legitimation des ORF für gewerbliche Werbemittlung, von den offenen kartellrechtlichen Fragen ganz zu schweigen. Info: VÖZ, Dr. Walter Schaffelhofer, Tel.: 01/533 79 79-0* Stellenabbau bei deutschen Privat-Radiosendern *
Mitarbeiterstand im Privatfernsehen auf 8000 gestiegen
Der private Hörfunk büßt in Deutschland seit 1995 Stellen ein. Hauptgrund für den Stellenabbau sei die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Lokal- und Regionalsender, berichtet das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Vor allem freie Mitarbeiter seien von dem Stellenabbau betroffen. Einige Sender hätten die Zahl der freien Mitarbeiter um 90 Prozent reduziert. Hochburg des privaten Rundfunks sei mit 1500 Beschäftigten die bayerische Landeshauptstadt München. Insgesamt arbeiten derzeit rund 4000 Beschäftigte bei privaten Radiosendern, darunter 2400 Journalisten.
Die Zahl von Beschäftigten im privaten Fernsehen hat hingegen seit Jahren kontinuierlich zugenommen und 1997 die Zahl von 8000 Mitarbeitern erreicht. Nach IW-Berechnungen stieg die Beschäftigungszahl im Privatfernsehen seit 1995 um zwölf Prozent. Bei Journalisten sei jedoch kein Zuwachs festzustellen. Hier stagniere die Zahl bei rund 2700. (Ende)
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