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pte19980106002 in Business

Zahnimplantate aus dem Reagenzglas

Wachstumsfaktoren bieten neue Möglichkeiten für die Zahnmedizin


Hannover (pte) (pte002/06.01.1998/14:05)

Wissenschaftler an der Medizinischen Hochschule Hannover entwickeln derzeit Techniken, um die sogenannten Wachstumsfaktoren in der Kieferchirurgie einzusetzen. Diese Faktoren im Knochen helfen dabei, daß ein Bruch wieder zusammenwächst. Nach einem Knochenbruch schüttet das Gewebe verstärkt Wachstumsfaktoren aus. Sie beschleunigen die Vermehrung von Knochenzellen, doch diese Fähigkeit zur Knochenheilung ist bei jedem Menschen unterschiedlich groß, wie Henning Schliephake von der Medizinischen Hochschule Hannover erklärt: "Die natürliche Knochenheilung kann keine Wunder vollbringen. Im Grunde genommen ist die Wundheilung altersbedingt: Besonders bei ältere Menschen kommen die Zellvermehrungsvorgänge zum Erliegen oder verlangsamen sich stark."

Um die natürlichen Grenzen zu erweitern, experimentiert Schliephake mit gentechnisch hergestellten Wachstumsfaktoren. Mittlerweile sind eine ganze Reihe davon bekannt, etwa das sogenannte "BMP". Der Mediziner isoliert einzelne Knochenzellen in einem speziell geformten Reagenzglas und versetzt sie mit Wachstumsfaktoren. So wächst ein paßgenaues Implantat heran. Menschliche Patienten sind mit Wachstumsfaktoren noch nicht behandelt worden. Denn noch müssen viele Fragen - insbesondere zur Dosierung und zu möglichen Nebenwirkungen - im Tierversuch beantwortet werden.

Neben der Aufzucht von Implantaten eröffnen Wachstumsfaktoren aber auch noch weitere Möglichkeiten in der Zahnmedizin, meint Schliephake: "Manche Patienten haben zu wenig Knochen, um Implantate dauerhaft zu verankern. Man müßte zuerst Knochen verpflanzen. Doch gerade bei älteren Mensch ist das sehr riskant. Es wäre einfacher, wenn man mit ein paar Knochenzellen aus dem Körper den Knochen wieder aufbauen könnte." Damit könnte auch Menschen geholfen werden, die schon so lange keine Zähne und auch keine Prothese haben, daß sich der Kieferknochen zurückgebildet hat. "Aber das sind noch ferne Visionen, nicht ein oder zwei Jahre entfernt, sondern mehr als zehn", so Schliephake. [Quellen: Michael Engel, Henning Schliephake]

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