pte19971016009 in Business
Wie merkt man sich Gesichter?
Spezifische Region in der Großhirnrinde verantwortlich
Toronto (pte) (pte009/16.10.1997/18:03)
Die tragische Hirnverletzung eines nun 36jährigen Mannes erwies sich als Glücksfall für die Wissenschaft. Denn sie hilft, eine wichtige Frage in der Gehirnforschung zu lösen: ist die Fähigkeit, Gesichter zu erkennen, nur ein Unterbereich des Objekterkennungssystems, oder ist dafür eine unabhängige, spezifische Region in der Großhirnrinde verantwortlich? Letzteres scheint der Fall zu sein. Das ergab eine Studie, die Morris Moscovitch von der Universität von Toronto in Mississauga im kanadischen Staat Ontario geleitet hat.Die Forscher zeigten dem Mann eine Serie von Bildern mit Gesichtern, Karikaturen, Gesichtern aus Früchten, umgekehrten Gesichtern usw. Er konnte diese Gesichter ebenso leicht erkennen, wie gesunde Kontrollpersonen, manchmal sogar besser, obwohl er andere Gegenstände, beispielsweise einzelne Früchte, aufgrund seiner beschädigten Hirnrinde nicht zu identifizieren vermag. Allerdings müssen die Gesichter aufrecht stehen und zusammenhängend sein.
Offensichtlich springt der "Gesichtsdetektor" im Gehirn nur an, wenn zwei der drei Grundelemente - Augen, Nase und Mund - erkennbar sind. Dies beweist, wie hochspezialisiert das Gehirn bei der Wahrnehmung von Gesichtern ist. [Quelle: Journal of Cognitive Neuroscience] (Ende)
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