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pte19980225002 in Business

WHO hält Cannabis-Studie zurück

Ergebnis: Alkohol weit gefährlicher als Haschisch


New York/Wien (pte) (pte002/25.02.1998/09:16)

Die WHO-Studie über Cannabis enthält nur Tatsachen, die jeder Alt-Hippie schon längst kennt: Hasch ist wesentlich ungefährlicher als Alkohol. Trotzdem war der Weltgesundheits-Organisation dieses Untersuchungs-Ergebnis politisch zu brisant. Manche befürchteten gar, die Studie könne die Legalisierung von Marihuana vorantreiben. Deshalb verhinderte die WHO die Veröffentlichung, die für Dezember 1997 geplant war.

Einige Ergebnisse der Cannabis-Studie: Alkohol schadet der Volksgesundheit mehr als Dope, im Gegensatz zum Alkohol spielt Cannabis nur eine kleine Rolle bei Verletzungen durch Gewalteinwirkung; Hasch schädigt Foeten wahrscheinlich nicht, Alkohol hingegen tut dies auf jeden Falls. Nach extensivem Konsum von Cannabis entstehen im Gegensatz zum Alkohol keine Entzugssymptome. Während Alkohol eine Leberzirrhose und schwere Hirnschädigungen hervorrufen kann, verursacht der chronische Hasch-Genuß möglicherweise nur geringfügige Einbußen im Denken und Fühlen. (New Scientist)

* UNO beklagt Verherrlichung von Drogen *
Der Präsident des Internationalen Drogen-Kontrollrates der UNO (INCB), Hamid Ghodse, kritisierte am Dienstag in Wien die Verherrlichung illegaler Drogen in der Popkultur, der Filmwelt, der Mode-Szene und den Medien. Der Drogenmißbrauch werde in diesen Bereichen als normal, fast schon modisch angesehen, klagte der Iraner bei der Veröffentlichung des Jahresberichts 1997 des INCB in Wien. "Das ist sehr traurig", sagte der Iraner. Es signalisiere der Jugend, daß Marihuana akzeptabel sei.

Beklagenswert sei auch, daß via Internet Rezepte für die Herstellung illegaler Drogen international verbreitet würden. Nachdrücklich warnte der Präsident der Anti-Drogenbehörde vor allen Liberalisierungstendenzen im Drogenbereich. Selbst die Vermarktung von legalen Hanfprodukten - aus bestimmten Hanfsorten wird auch Marihuana und Haschisch gewonnen - und die Förderung des Hanfanbaus in einigen europäischen Ländern stößt bei den Drogenwächtern der Vereinten Nationen auf Mißtrauen. (Ende)
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