pts20010203019 in Business
Werden die Unternehmen handlungsunfähig durch die Informationsflut des Internet?
Kader Workshop "eBusiness Portale" im Technopark Zürich am 7.2.2001
Zürich (pts019/03.02.2001/16:14)
I-N-T-E-R-V-I-E-Wmit Wolfgang Hitzler,
Key Account Manager
der Mediapps GmbH
D- 85774 München
------------Last minute Anmeldung-----------------
zum Kader Workshop "eBusiness-Portale"
am 7.2.2001 im Zürcher Technopark
unter http://www.interpress.ch --------------------
I N T E R V I E W :
Herr Hitzler, über 50% der deutschen Unternehmen nutzen bereits Intranet. Kommen Sie mit Ihrem Net.Portal nicht zu spät auf den Markt?
Wolfgang Hitzler: Wenn diese Unternehmen ihre firmeninterne Kommunikation bereits perfekt gelöst hätten, wäre eine Umstellung auf Net.Portal wirklich überflüssig. Aber dem ist nicht so.
Mediapps hat als französische Startup-Firma in den letzten zwei Jahren eine erstaunliche Resonanz bei mittleren und grossen Unternehmen erzielen können. Nehmen wir als Beispiel IBM. Dieser Kunde hat insgesamt 72 Gesellschaften mit Net.Portal eingerichtet.
Es heisst, dass die Unternehmen Intranet installieren müssten, damit die Mitarbeiter nicht durch das Internet-Surfen wertvolle Arbeitszeit verschwenden können. Richtet das berüchtigte Moorhuhn-Game bei den Firmen wirklich wirtschaftlichen Schaden an?
Wolfgang Hitzler: Fest steht, dass die Internet-Informationsflut den Unternehmenserfolg eher behindert, statt zu fördern. Eine Fokussierung auf die Unternehmensziele ist dringend geboten.
Die Definition eines Intranet wird immer wieder anders formuliert. Was verstehen Sie darunter?
Wolfgang Hitzler: Intranet ist ein privates Datennetz, in dem die Technologien des weltweiten Internets zum Einsatz kommen. Das bedeutet: Wie beim Internet liegen auch dem Intranet offene Standards zugrunde, die keinem Software- oder Hardware-Produzenten gehören. Dies ermöglicht einen Informationsaustausch ohne die proprietären Schranken grosser Netzwerktechnologien, die einen Anwender an den jeweiligen Hersteller binden.
Ist Intranet also eine Lösung, die den Anwender von der Dominanz der marktbeherrschenden Softwarehäuser befreit?
Wolfgang Hitzler: Richtig. Das Intranet ermöglicht eine den aktuellen Anforderungen entsprechende Expansion der Strukturen, ohne dass massive Kosten für Clients oder netzwerktypische Hardware/Software anfallen; zwar muss man mit den üblichen Kosten für gängige Server und deren Administration rechnen, doch fallen die oft horrenden Kosten für Netzwerkbetriebssysteme weg.
Geht man vom Preis-/Leistungsverhältnis aus, dann meint man schnell, an Intranet käme kaum noch eine Firma vorbei. Schliesslich wird ein solches Intranet-Projekt dann kostenmässig doch ein Fass ohne Boden...
Wolfgang Hitzler: Hier setzt Mediapps mit Net.Portal an. Die informelle Vernetzung von 100, 1000 oder gar 10.000 Mitarbeitern erfordert eine Solution, die bis ins Detail die Unternehmensstruktur umsetzen kann und zwar nicht durch Nachprogrammieren und eigene Schnittstellenlösungen.
Nehmen wir einmal den Bereich der Informationslieferanten. Wenn ein Unternehmen diesen Part in Eigenregie vornimmt, kann das einerseits kostspielig werden und andererseits zu schmalspurig ausfallen.
Wie meinen Sie das?
Wolfgang Hitzler: In Net.Portal sind die wichtigsten Informationslieferanten bereits integriert. Das beginnt bei Reuters mit allein 4500 Quellen, geht über Dun and Bradstreet, Computer Channel, Lexis Nexis bis hin zu den jeweiligen Branchenangeboten zur Konkurrenzbeobachtung. Unsere Liste wird täglich vervollständigt. Wir haben mehr als 700 Informationsquellen identifiziert und unterzeichnen täglich neue Kooperationsverträge.
Wird dem einzelnen Mitarbeiter auch gestattet, die aktuellen Kurse seiner privaten Kapitalanlagen am Firmen-PC abzurufen?
Wolfgang Hitzler: Das hängt von der Kommunikationskultur der Unternehmen ab, ist aber heute gängige Praxis. Net.Portal soll die Informationsbedürfnisse der Mitarbeiter mit denen der Abteilungen und Unternehmensleitung in Einklang bringen. Diese Solution soll nicht einschränken, sondern folkussieren.
Damit sind die Zeiten des unkontrollierten Surfens auf Firmenkosten vorbei. Oder?
Wolfgang Hitzler: Bei der Einrichtung eines Net.Portal-Arbeitsplatzes den Informationsfluss wichtiger Daten zu optimieren und verfügbar zu machen. Die Definition der Informationsquellen ist eine entscheidende Gemeinschaftsaufgabe der einzelnen Abteilungen.
Bevor die Entscheidung für eine von aussen eingekaufte Lösung fällt, sind innerhalb des Unternehmens eine Reihe von Überlegungen angebracht. Kann sich Net.Portal diesem Pflichtenheft individuell anpassen?
Wolfgang Hitzler: So ist es. Net.Portal ist zwar eine Standardlösungen, aber sie bereits in der Grundversion die wichtigsten Informationsbedürfnisse der Unternehmen integriert.
Es muss also nicht nachprogrammiert werden?
Wolfgang Hitzler: Richtig. 80% der Informationsanforderungen sind bereits in Net.Portal integriert. Das Einrichten der Net.Portal-Arbeitsplätze ist ein individueller Vorgang, der von dem jeweiligen Mediapps-Partner vor Ort durchgeführt wird. Darum ist Net.Portal eigentlich keine Standardlösung, sondern Massarbeit. Kein Unternehmen gleicht dem anderen, auch nicht innerhalb einer bestimmten Branche. Die Gründe für den Markterfolg von Mediapps sind vor allem durch diese Anpassungsfähigkeit der Net.Portal-Solution zu erklären.
Intranet arbeitet in erster Linie als Medium, über das man Informationen in Form von Webseiten bereitstellt. Die multimediale Techniken wie Bild, Ton, Text und Online-TV müssen durch firmeneigenen Content gefüllt werden.
Ist das ohne Webagenturen möglich?
Wolfgang Hitzler: Es hat sich gezeigt, dass die einmalige Einrichtung der Net.Portal-Arbeitsplätze von professionellen Webmastern vorgenommen werden sollte. Aber die tägliche Bewirtschaftung sollte mit einfachen Aktualisierungsmasken von jeder Bürokraft durchgeführt werden können. Alles andere ist unwirtschaftlich. Dasselbe gilt für den Austausch von E-Mails und der Einsatz von firmeninternen Chats
Und wie sieht es mit Videoconferencing aus?
Wolfgang Hitzler: Nach der einmaligen Installation können Video- und Audiodaten über das Netzwerk transportiert werden - genauso wie alle anderen Text- und Bild-Dateien. Hier ist allerdings die Voraussetzung, dass ausreichende Bandbreite vorhanden ist.
Was geschieht mit der vorhandenen Infrastruktur?
Wolfgang Hitzler: Der grosse Vorteil eines Intranets besteht darin, dass man vorhandene Netzwerkstrukturen in aller Regel behalten kann, genauso wie die jeweiligen Workstations im Intranet. Die Serversoftware für einen Intranet-Server lässt sich auf unterschiedlichsten Hardware-Plattformen installieren, so dass auch leistungsfähige Server-Maschinen im Netz verbleiben können. Der Nebeneffekt ist dabei die Unabhängigkeit des Intranets von Hardware-Plattformen: Jede Maschine, die via TCP/IP eingebunden wird, kann Daten empfangen und Daten versenden. Gehört der darauf installierte Browser zu den aktuellen Ausgaben, so kann die jeweilige Maschine mit allen Inhalten umgehen, die das Intranet anbietet.
Wie unabhängig ist Net.Portal von den Hardware-Plattformen?
Wolfgang Hitzler: In aller Regel sind Investitionen in spezielle Technologien nicht nötig. Die Hardware arbeitet mit den bereits bestehenden Betriebssystemen, erhält dabei jedoch lediglich eine Anbindung an das Intranet via TCP/IP. Lokale Rechner benötigen zu diesem Zweck eine Netzwerkkarte, entfernte Workstation können über Modems oder ISDN-Hardware auf die Netzinhalte zugreifen.
Wie sieht es mit den Folgekosten, z.B. Personalkosten aus?
Wolfgang Hitzler: Der Markterfolg von Mediapps ist nicht zufällig entstanden, sondern liegt in der Wertschöpfung, die wir generieren, begründet. Es gibt keine schlagenderen Argumente als Kosten- und Zeiteinsparungen. Es entstehen keine Folgekosten oder Mehrbelastungen für die Mitarbeiter, im Gegenteil, die gemeinsame Kommunikationsplattform beschleunigt die Eigendynamik jedes Unternehmens. Das ist nach kurzer Umstellungszeit bei allen unseren Kunden festzustellen.
Dass sich durch Net.Portal ein Wettbewerbsvorsprung für die Unternehmen ergibt, ist ein Faktor, den wir gern weitergeben möchten.
Herr Hitzler, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Anmeldung zum Kader Workshop unter http://www.interpress.ch (Ende)
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