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pte20200629001 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Wasserpfeifen und E-Zigaretten versteifen Arterien

Weitere wissenschaftliche Studien zu den letztendlichen gesundheitlichen Folgen nötig


Zigarette: Rauch bleibt ungesund (Foto: pixelio.de, Illustration Marcus Stark)
Zigarette: Rauch bleibt ungesund (Foto: pixelio.de, Illustration Marcus Stark)

Mainz (pte001/29.06.2020/06:00) - Rauchen und Dampfen, ob mittels Zigaretten, E-Zigaretten oder Wasserpfeifen, versteifen die Arterien, verursachen Entzündungen und schädigen die DNA, wie eine Studie unter Leitung der Universitätsmedizin Mainz http://unimedizin-mainz.de belegt. Zusätzlich kann dadurch das Risiko einer Infektion mit COVID-19 steigen. Auch eine Verschlechterung der Symptome oder sogar der Tod ist möglich. Details wurden im "European Heart Journal" veröffentlicht.

Auch Wasserpfeifen schädlich

Die Studie vergleicht weltweit erstmals die Auswirkungen der drei Formen des Rauchens und Dampfens auf die Gesundheit sowie die Funktion der Zellen, die die Blutgefäße auskleiden. Die Wissenschaftler haben auch die Auswirkungen jeder Erkrankung untersucht. Dabei handelte es sich um eine Bandbreite - vom Schlaganfall über Herzanfälle bis hin zu Lungenkrebs.

Die Forscher betonen, dass die langfristigen Auswirkungen von Wasserpfeifen und E-Zigaretten genauer erforscht werden müssen. "Das Rauchen von Wasserpfeifen ist nicht weniger schädlich als das Rauchen von Tabakprodukten und kann daher nicht als gesunde Alternative angesehen werden", heißt es in der Studie. Die Forscher überprüften eine ganze Reihe von Studien, die sie je nachdem, ob sie starke, gute oder mittlere Belege für die Schädlichkeit der drei Arten des Rauchens und Dampfens lieferten, einstuften.

Im Vergleich mit Nichtrauchern erhöhten normale Zigaretten das COPD-Risiko um 704 Prozent. Bei Wasserpfeifen lag dieser Wert bei 218 Prozent und bei E-Zigaretten bei 194 Prozent. Zigaretten und Wasserpfeifen erhöhten das Lungenkrebs-Risiko um 1.210 respektive 122 Prozent. Die bei E-Zigaretten vorliegenden Daten waren für zuverlässige Schlussfolgerungen jedoch nicht ausreichend.

Gefährlicher Chemikalienmix

Untersucht wurde auch, wie sehr die drei Arten des Rauchens die Arterien versteiften. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Indikator zur Vorhersage von Herzproblemen und Schlaganfällen. Im Vergleich zu Nichtrauchern erhöhten Zigaretten die Steifigkeit um zehn Prozent, Wasserpfeifen um neun Prozent und E-Zigaretten um sieben Prozent. Laut Erstautor Thomas Münzel führen alle drei Formen des Rauchens im Gewebe der Blutgefäße zu einer erhöhten Produktion von aus Sauerstoff hervorgegangenen freien Radikalen. Superoxid zum Beispiel baut Stickoxid ab, das vom Endothel freigesetzt wird und eine wichtige Rolle bei der Weitung der Arterien und dem Schutz gegen Entzündungen und Verstopfung spielt.

Die Forscher berichten zudem, dass zu den wichtigsten giftigen Chemikalien im Dampf von E-Zigaretten Formaldehyd und Acrolein sowie Spuren von Übergangsmetallen und flüchtigen organischen Verbindungen gehören. Sie alle sind dafür bekannt, dass sie Zellen schädigen. Der Rauch von Zigaretten und Wasserpfeifen enthält im Gegensatz dazu eine viel komplexere Mischung von schädlichen Chemikalien und anderen Substanzen. Der Rauch von Wasserpfeifen enthält feste Partikel, die vorwiegend von der Kohle stammen mit der der Tabak erhitzt wird. Dieser Feinstaub ist in geringeren Mengen auch im Rauch von Zigaretten enthalten. Nikotin kommt bei allen drei Tabakprodukten vor. Er ist für schädliche biologische Auswirkungen und zu einem geringen Anteil auch für positive verantwortlich.

(Ende)
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