pte20000317016 in Forschung
Ware meldet ihren Preis der Kassa
Elektronische Warenbegleiter checken auch Lagerbestand
Dortmund (pte016/17.03.2000/11:30)
"Leider ausverkauft. Wir wissen nicht, wann die Ware wieder geliefert wird..." Solche für den Kunden unerfreuliche und das Geschäft wenig profitable Auskünfte müssen nicht sein. Die Universität Dortmund http://www.uni-dortmund.de/UniDo/ hat das Logistik-System "Warenverfolgung durch Transpondereinsatz" entwickelt. Die neuen elektronischen Begleiter der Waren melden nicht nur den jeweiligen Preis in der Warenkette, sondern kontrollieren auch die Warenbestände in Lagern und Regalen.Da Barcodes auf den Verpackungen leicht zu fälschen oder zu verändern sind, werden sie in naher Zukunft durch ein neues Produkt der elektronisch-programmierbaren Datenträger abgelöst: den Transponder. Die neuen Transponder können sogar über Distanzen hinweg mit elektrischen Lesegeräten kommunizieren. Denn gegenüber dem Strichcode muss für das Auslesen der auf dem Transponder hinterlegten Information kein "Sichtkontakt" zwischen dem Scanner und Etikett bestehen. Das mühsame Umschichten der Waren an der Kasse entfällt.
Dementsprechend können Transponder auch in Produkte oder Verpackungen integriert und durch die entsprechenden Materialien hindurch gelesen werden. Aufgrund ihrer Eigenschaften bieten Transponder darüber hinaus die Möglichkeit, Kosten zu senken, da sie innerhalb der gesamten Lieferkette überschrieben und so mehrfach verwendet werden können. Transponder werden heute bereits zum "Tracking und Tracing" von kompletten Ladeeinheiten in der Produktion und im Versand eingesetzt.
Der das Produkt begleitende Informationsfluss wird auf automatischem Weg sicher gestellt. Verpackungslogistiker behalten schon bei der Konzeption des Ablaufes im Auge, dass jede zu bewegende Einheit (Packstück, Ladeeinheit, Ladung) innerhalb der Verteilungskette ihre spezifischen Informationen trägt. Sie machen es gleichzeitig möglich, den Warenstrom bis zur Auslieferung an die Kundschaft zu verfolgen. Informationen: Dipl.-Ing. A. Richter, E-Mail: richter@flog.maschinenbau.uni-dortmund.de (idw) (Ende)
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