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pte20190521014 Medien/Kommunikation, Politik/Recht

Vor EU-Wahl: Kaum "Junk News" auf Twitter

Expliziter Nachrichten-Müll wird laut wissenschaftlicher Oxford-Studie eher auf Facebook geteilt


Nachrichten-Feed: ist gar nicht so zugemüllt (Foto: Marten Bjork, unsplash.com)
Nachrichten-Feed: ist gar nicht so zugemüllt (Foto: Marten Bjork, unsplash.com)

Oxford (pte014/21.05.2019/10:30) - Soziale Medien sind gar nicht so voll von Nachrichten-Müll, wie weithin angenommen. Das jedenfalls suggeriert eine Studie des Oxford Internet Institute (OII) http://oii.ox.ac.uk an der University of Oxford. Demnach sind im Vorfeld der Europawahl weniger als vier Prozent der auf Twitter geteilten Inhalte "Junk News", also bewusste Falschmeldungen oder anderer Unsinn. Info-Müll teilen User offenbar eher auf Facebook gedankenlos weiter - und in Polen.

Mehr News als Fake

Im Vorfeld der EU-Wahl fürchten viele, dass eine Flut an Fake News und Ähnlichem genutzt werden könnte, um diese zu beeinflussen. Doch zumindest bislang sieht es nicht so aus. Laut der OII-Analyse von 584.602 Tweets aus den zwei Wochen bis zum 20 April dieses Jahres teilten Twitter-Nutzer in der Vorwahlzeit mit 34 Prozent der Tweets weit mehr professionell aufgearbeitete Nachrichten als Junk News. Einzig im polnischen Sprachraum ist das anders. Dort ist etwas mehr als ein Fünftel der Tweets Nachrichten-Müll und überwiegt damit professionelle Nachrichten.

"Die gute Nachricht ist, dass die Menge an Junk News, die zur Kampagne grassieren, insgesamt minimal ist", meint daher Philip Howard, OII-Direktor. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass soziale Medien mittlerweile genauer darauf achten, ob Falschinformationen über ihre Platform verbreitet werden. "Wenn allerdings Junk News auf Facebook gepostet werden, teilen und liken die Leute das häufig immer noch, ohne zu hinterfragen", betont Howard. Bis zu vier Mal mehr Beachtung als seriöse Nachrichten erhält Müll so, wie eine Analyse der auf Facebook verbreiteten News aus 70 seriösen und dubiosen Quellen für den Zeitraum vom 5. April bis 5. Mai ergeben hat.

Von wegen Russen-Trolle

Die Studie räumt auch mit einem verbreiteten Klischee zum Ursprung von Falschinformation auf. "Praktisch nichts von dem Müll, den wir online zirkulieren sahen, stammte aus bekannten russischen Quellen", erklärt OII-Doktorandin Nahema Marchal. Statt "Sputnik" oder "Russia Today" dominieren heimische, hyper-parteiische oder alternative Nachrichtenquellen. "Wir waren sehr überrascht, dass wir nicht mehr Geschichten gefunden haben, die europäische Politik und Führungspersonen angreifen", so jedenfalls die Forscherin.

Die beliebtesten Junk News im Beobachtungszeitraum betrafen, dass ein niederländischer Politiker einen Halal-Strand in Den Haag wolle, dass ein angeblich 17-Jähriger Migrant eigentlich 47 Jahre alt sei, und dass ein muslimisches Mädchen von der Familie ermordet und in einen Fluss geworfen worden sei, weil sie zu "verwestlicht" war. Ebenfalls verbreitet waren Falschnachrichten, dass der französische Präsident Macron den IS mit Steuergeld finanziere und dass Vladimir Putin finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau Notre Dames angeboten habe.

(Ende)
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