pts20010306030 in Leben
Von der Lebens- zur Gesundheitserwartung
Donau-Universität Krems erweitert Angebot an medizinischer Weiterbildung
Krems (pts030/06.03.2001/12:59)
Einen Wandel von der Lebens- hin zur Gesundheitserwartung im Bewusstsein der Patienten konstatierte der niederösterreichische Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka am Montag, 5. März, bei der Präsentation neuer medizinischer Studiengänge und Forschungsprojekte an der Donau-Universität Krems. Ergebnisorientierte Qualitäts- und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen, New Public Management, Gesundheitsförderung sowie Informatik und Statistik im Gesundheitswesen bilden in Zukunft neue Schwerpunkte in Forschung und Lehre am Zentrum für Management und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen der Donau-Universität Krems. Das Weiterbildungsangebot des Zentrums wird ab dem Wintersemester 2001/02 insgesamt neun verschiedene Universitätslehrgänge umfassen.Sobotka zufolge entstünden durch die Mündigkeit des Patienten neue Ansprüche, die eine besondere Herausforderung für medizinische Einrichtungen bedeuteten. Die Patienten erwarteten zunehmend hohe Qualität sowohl in der Gesundheitsversorgung als auch im Pflegebereich. "Die teuren Einrichtungen im medizinischen Feld stellen auch das Management vor neue Herausforderungen", sagte Sobotka.
Im Gesundheitsmanagement sind nach seiner Überzeugung marktwirtschaftliche Überlegungen nötig, "die jedoch ihre Grenzen finden". Nicht nur das kostengünstigste System gelte es einzurichten, sondern es müssten ebenso unterschiedliche Bedürfnisse - auch regionaler Art - Berücksichtigung finden, sagte der Landesrat. Mit Nachdruck sprach sich Sobotka für die Festlegung von Qualitäts-Standards im Gesundheitswesen aus, um Patienten den umfassenden Vergleich zu ermöglichen.
Die Berücksichtigung von Qualitäts- und Kostenaspekten bei der Erbringung von ambulanten Leistungen für das Gesamtsystem ist Thema einer Studie, die das Zentrum für Management und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen der Donau-Universität Krems in Kooperation mit der Köck, Ebner & Partner GmbH im Auftrag des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) durchführt. HR Prim. MR Dr. Robert Fischer, Leiter des Zentrums für Management und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, betonte die Wichtigkeit, "Abweichungen vom Idealzustand zu quantifizieren, um eine gute medizinische Versorgung bezüglich Effizienz und Qualität zustande bringen zu können."
Der Aufbau eines Intranets für Zahnärzte und das ODILE Evaluation Project, das die Optimierung der Sichtkorrekturen der Bevölkerung in den ehemaligen sozialistischen Ländern zum Ziel hat, sind weitere Forschungsprojekte im neuen Zentrum der Donau-Universität Krems.
Information
Zentrum für Management und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen
Fax: +43/2732/893-4600
Internet: http://www.zbmt.donau-uni.ac.at/zqsg (Ende)
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