pte19971212003 in Business
Vögel haben keine Probleme mit Elektromagnetik
Keine Mißbildungen bei Singvögeln unter Hochspannungsleitungen beobachtet
Frankfurt (pte) (pte003/12.12.1997/12:56)
Noch weitgehend unerforscht sind die Einflüsse elektromagnetischer Felder auf Mensch und Tier. Hinweise auf schädigende Wirkungen haben sich bisher hauptsächlich nur in Laborexperimenten gezeigt. Frankfurter Forscher haben jetzt erstmals Erkenntnisse über die Elektrofühligkeit von Singvögeln in der Wildbahn präsentiert.Seit 27 Jahren untersucht ein Team rund um den Zoologen Wolfgang Wiltschko das Brutverhalten bestimmter Singvogelarten in Osthessen. Dabei habe man auch überprüft, wie die Tiere auf Hochspannungsleitungen in ihrer unmittelbaren Umgebung reagieren. Mißbildungen oder eine erhöhte Sterblichkeit bei den Jungvögeln, die als mögliche Folgen des "Elektrosmogs" vermutet werden, konnten die Wissenschaftler jedoch nicht beobachten. Auch beim Kalziumhaushalt, der für Zahl und Größe der Eier mit verantwortlich ist, zeigten sich keine signifikanten Abweichungen, so Wiltschko. Für eindeutige Aussagen sind aber noch weitergehende Untersuchungen notwendig. (Quellen: Wolfgang Wiltschko)
* Dauerstreß läßt bei Ratten Teile des Gehirns verkümmern *
New York - Wenn man eine Ratte drei Wochen lang Dauerstreß aussetzt, verkümmern für das Gedächtnis wichtige Nervenzellen ihres Gehirns. Können sich die Ratten nach dem Streß zehn Tage lang erholen, gesunden die Zellen wieder, meldet das amerikanische Magazin Proceedings of the National Academy of Science. Forscher der New Yorker Rockefeller-Universität sowie der Universität Valenzia banden Ratten drei Wochen lang für jeweils sechs Stunden am Tag in ihren Käfigen fest. Anschließend verglichen sie die Gehirne der Ratten mit denen von Artgenossen, die sich frei bewegen konnten.
Bei den gestreßten Ratten zeigte sich, daß Nervenzellen des Hippocampus dramatisch geschrumpft waren. Der Hippocampus ist ein Teil des Vorderhirns und spielt bei Tieren wie auch beim Menschen eine zentrale Rolle beim Lernen und der Gedächtnisbildung. Der anatomische Befund stimmt daher gut mit der Beobachtung der Forschergruppe überein, daß die Ratten sich nach dem Dauerstreß in einem Labyrinth verirrten, das sie zuvor noch beherrscht hatten. Die Wissenschaftler glauben daher, daß Streß die Aktivität der Botenstoffe und die Energieproduktion der Zelle stark verändert und dadurch die Gehirnfunktionen aus dem Gleichgewicht geraten. Überraschend ist außerdem, daß sich die Nervenzellen innerhalb von zehn Tagen wieder erholen konnten. Diese Beobachtung stützt die These, daß das Gehirn von erwachsenen Tieren und Menschen insgesamt flexibler ist, als man bisher annahm. (National Proceedings of Science) (Ende)
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