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pte20190614001 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie

Vitamin-K-Mangel reduziert Mobilität im Alter

Risiko einer Behinderung fällt laut neuer wissenschaftlichen Analyse fast doppelt so hoch aus


Seniorin am Rollator: Vitamin K beeinflusst Mobilität (Foto: pixelio.de/matchka)
Seniorin am Rollator: Vitamin K beeinflusst Mobilität (Foto: pixelio.de/matchka)

Medford (pte001/14.06.2019/06:00) - Geringe Werte von zirkulierendem Vitamin K stehen laut der Tufts University http://tufts.edu bei Älteren mit einem erhöhten Risiko eingeschränkter Mobilität und Behinderung in Zusammenhang. Die Forscher haben damit einen neuen Faktor identifiziert, der bei diesen Personen zu berücksichtigen ist. Die zirkulierenden Vitamin-K-Werte spiegeln die Menge von Vitamin K in der Ernährung wider. Am besten wird das Vitamin über grünes Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl, Brokkoli und einige Milchprodukte aufgenommen. Details wurden im "Journal of Gerontology" publiziert.

Deutlich langsameres Gehen

Laut Forschungsleiterin Kyla Shea handelt es sich um die erste Studie, die den Zusammenhang zwischen Biomarkern des Vitamin-K-Status und dem Einsetzen von eingeschränkter Mobilität und Behinderung untersucht. Ein niedriger Vitamin-K-Status wurde bereits mit dem Auftreten von chronischen Erkrankungen, die zu einer Behinderung führen, in Verbindung gebracht. Die Forschung in diesem Bereich stehe jedoch noch am Anfang. Die Experten haben auf früheren Ergebnissen aufgebaut, die ergaben, dass geringe Werte von zirkulierendem Vitamin K mit einer geringeren Geschwindigkeit beim Gehen und einem erhöhten Risiko einer Arthrose in Zusammenhang stehen.

Das Team hat zwei Biomarker untersucht: die zirkulierenden Werte von Vitamin K (Phyllochinon) und den funktionellen Laborparameter uncarboxyliertes Matrix-Gla-Protein (ucMGP) im Plasma. Dafür wurden Daten der "Health, Aging and Body Composition Study" (Health ABC) ausgewertet. Danach leiden ältere Erwachsene mit geringen Werte von zirkulierendem Vitamin K eher an Einschränkungen der Mobilität und Behinderung. Beim zweiten Biomarker konnte kein eindeutiger Zusammenhang nachgewiesen werden. Konkret waren ältere Erwachsene mit geringen Werten von zirkulierendem Vitamin K fast 1,5 Mal so wahrscheinlich von einer eingeschränkten Mobilität betroffen. Die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung aufgrund einer eingeschränkten Mobilität war fast doppelt so hoch wie bei Personen mit normalen Werten. Das galt für Frauen und Männer.

Langzeitstudie ausgewertet

Für die Studie wurden die Daten von 635 Männern und 688 Frauen zwischen 70 und 79 Jahren analysiert. 40 Prozent der Teilnehmer an Health ABC waren schwarz. Bei der Studie wurde die Mobilität alle sechs Monate sechs bis zehn Jahre lang durch jährliche Krankenhausbesuche und dazwischen durch Telefoninterviews ermittelt. Für die aktuelle Analyse haben die Forscher als eingeschränkte Mobilität zwei aufeinander folgender, halbjährlicher Berichte über jede Art von Schwierigkeit mit dem Gehen einer Viertel Meile, rund 400 Metern, oder dem Steigen von zehn Stufen ohne Pause ermittelt. Als Behinderung wurde definiert, wenn im gleichen Zeitraum von großen Schwierigkeiten in diesen beiden Bereichen berichtet wurde.

(Ende)
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