pte19970908003 in Business
Viren contra Viren im Kampf gegen Aids
Erfolgreiche Ergebnisse derzeit nur im Reagenzglas
Yale (pte003/08.09.1997/10:52)
Wissenschaftlern aus Tübingen (Deutschland) und den USA ist es gelungen Viren zu konstruieren, die eine Vermehrung der AIDS-Viren verhindern. Dieser Versuch, dessen Ergebnis vor Kurzem in der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift Cell publiziert wurde, funktioniert aber derzeit nur im Reagenzglas. So wie Feuer mit Feuer bekämpft werden kann, so läßt sich auch eine Infektion mit einer anderen Infektion bekämpfen, lautet vereinfacht gesagt der gemeinsame Ansatz der beiden Forschergruppen.Zur Realisierung wurden jedoch unterschiedliche "Wege" beschritten: Die Tübinger Forschergruppe um Karl-Klaus Konzelmann von der deutschen "Bundesforschungsanstalt für Viruskrankheiten der Tiere" hat dazu eine Spiegelbild-Version des Tollwut-Virus geschaffen. Das Virus wurde so verändert, daß es nur HIV-infizierte Zellen befällt.
John Rose von der amerikanischen Yale-Universität hat ein Virus, das normalerweise Rinder befällt, gentechnisch verändert. Die neue Form des sogenannten "Vesikularen Stomatitis-Virus" ist eine Art Anti-Virus. Wie ein "Türsteher" blockiert es den Eingang zu den Zellen, die das AIDS-Virus infizieren will.
Ob die Viren eines Tages zur Behandlung von HIV-infizierten Menschen eingesetzt werden können, ist noch unklar, denn die zusätzliche Infektion könnte massive unerwünschte Nebenwirkungen verursachen. (Quelle: science now) (Ende)
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