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pte20191010004 Handel/Dienstleistungen, Medizin/Wellness

Viertel der US-Gesundheitsausgaben umsonst

Überbordende Administration sowie Service-Routinen vernichten bis zu 935 Mrd. Dollar


US-Gesundheitssystem verschwendet zu viel Geld (Foto: pixabay.com, rawpixel)
US-Gesundheitssystem verschwendet zu viel Geld (Foto: pixabay.com, rawpixel)

Woonsocket (pte004/10.10.2019/06:10) - Gut ein Viertel der von den USA jährlich für die Gesundheitsfürsorge ausgegebenen Mitteln werden zum Fenster hinausgeworfen - 760 bis 935 Mrd. Dollar (rund 693 bis 853 Mrd. Euro). Zu dem Ergebnis kommt ein Bericht des Pharma-Einzelhändlers CVS Health http://cvshealth.com , der 54 Studien zum Thema zusammenfasst und auswertet. Schuld sind administrative Prozesse, falsche Bepreisungen, schlechte Service-Routinen und mangelnde Koordination.

18 Prozent des BIP

"Die USA geben mehr Geld für Gesundheitsfürsorge aus als jedes andere Land. Die Kosten dafür belaufen sich auf knapp 18 Prozent des BIP und mehr als 10.000 Dollar pro Individuum", erklärt William Shrank, Senior Vice President, Chief Scientific Officer und Chief Medical Officer bei CVS Health. Dass dabei auch viele Ausgaben mehr oder weniger im Sand verlaufen, sei schon lange kein Geheimnis mehr. "Trotz einiger Bemühungen, dieses Problem anzugehen, haben wir es hier aber weiterhin mit einer substanziellen Geldverschwendung zu tun."

Diese betreffe vor allem sechs unterschiedliche Bereiche: administrative Prozesse (Verlust von 265,6 Mrd. Dollar), Kostenvorschläge (230,7 bis 240,5 Mrd. Dollar), die Behandlungsverteilung (102, 4 bis 165,7 Mrd. Dollar), das Behandlungsausmaß (75,7 bis 101,2 Mrd. Dollar), Betrug und Missbrauch (58,5 bis 83,9 Mrd. Dollar) und die Koordination von Gesundheitsleistungen (27,2 bis 78,2 Mrd. Dollar).

Viel Einsparpotenzial

"Diese Ergebnisse unterstreichen die Herausforderungen, die entstehen, wenn man die Ausrichtung eines Gesundheitssystems rapide verändert, das pro Jahr über 3,8 Bio. Dollar verschlingt", stellt Shrank klar. Dass die Verschwendung derart groß ausfällt, sei zwar beklagenswert, dadurch würde sich aber auch viel Raum für Einsparpotenzial auftun. "Wenn man es schafft, diese Geldverschwendung deutlich zu reduzieren oder gar zu eliminieren, würde das helfen, die kontinuierlich steigenden Gesundheitsausgaben auszugleichen."

Entsprechende Maßnahmen für ein effizienteres Ausgabenmanagement könnten laut CVS Health zwischen 191 und 282 Mrd. Dollar in den US-Gesundheitshaushalt spülen, wenn man Einsparungen im administrativen Bereich nicht in die Rechnung miteinbezieht. "Das würde die Kosten der Verluste um gut 25 Prozent sinken lassen", so Shrank abschließend.

(Ende)
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