pts19991206029 in Business
Usability als entscheidender Wettbewerbsvorteil
Studie über europäische und österreichische Forschung zum Human-Computer-Interface
Wien (pts029/06.12.1999/16:03)
Usability, also die Erforschung der Schnittstelle Mensch-Maschine, wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor bei der Produktentwicklung sowie der Erhaltung und Erschließung von Standort- und Wettbewerbsvorteilen der Multimedia-, Soft- und Hardware-Industrie. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Institutes für Höhere Studien http://www.ihs.ac.at unter dem Titel "Screening zum Dienstleistungs- und Ausbildungsangebot sowie zur Forschungslandschaft im Bereich Multimedia/Human-Computer-Interface (HCI)".Die vom Wirtschaftsministerium http://www.bmwa.gv.at in Auftrag gegebene Studie untersuchte systematisch die drei Säulen der Usability-Expertise: Erstens die Anbieter von Usability-Dienstleistungen, zweitens die österreichische Forschungslandschaft zu Human-Computer-Interaktion und drittens Ausbildungsangebote in Österreich. Der Soziologie Günther Landsteiner führte das Screening gemeinsam mit dem ITF-Programmmanagement "multimedia business austria" http://www.mba.at als Kooperationspartner durch.
Im Vordergrund der Erhebung stand der deutschsprachige Raum. Es wurden jedoch auch zusätzlich die Main-Players dieses Forschungs- und Dienstleistungsbereichs im gesamteuropäischen Raum einbezogen. Insgesamt wurden 57 Institutionen identifiziert und mit Hilfe des entwickelten Kriterienrasters beschrieben. 26 davon sind im deutschsprachigen Raum beheimatet, weitere 31 im nicht-deutschsprachigen Europa.
In Österreich wurden 29 einschlägig forschungstreibende Institutionen im öffentlichen und privaten Bereich erhoben, die sich angewandter, experimenteller oder Grundlagenforschung widmen. Sie gliedern sich auf in sieben Unternehmen des IT-Bereiches, sechs Klein- und Mittelbetriebe und einer Konzernniederlassung. Weiters mit dem Thema beschäftigt sind 17 Universitätsinstitute, vier außeruniversitäre Institute und Forschungsstellen sowie eine weitere öffentliche Einrichtung unter Trägerschaft des Bundes.
Die österreichische Forschungslandschaft zum Themenbereich HCI ist noch sehr jung. Lediglich fünf der Forschungseinrichtungen blicken auf eine zehnjährige oder längere Forschungstradition zurück. Der Personaleinsatz ist sehr gering, öffentliche Finanzierung spielt eine wesentliche Rolle. Die österreichische HCI-Forschung, die einige internationale Spitzenreiter hervorgebracht hat, bietet aufgrund der Screening-Ergebnisse in der Gesamtbetrachtung ein doch eher zersplittertes Bild, das sie nicht als insgesamt starken Forschungssektor erscheinen lässt. Vielmehr erhärtet sich der Eindruck, dass das Human-Computer-Interface und der mit dem Generalaspekt der Human-Computer-Interaktion gemeinte Gegenstand in einer Vielzahl von Einzelaspekten und -disziplinen aufgeht.
Drittens wurde auch der von laufenden Neugründungen gekennzeichnete Aus- und Weiterbildungsbereich im Multimedia-Sektor erhoben und dargestellt. Erfasst sind hier insgesamt 33 Fachhochschul-Studiengänge, Universitätslehrgänge, postgraduale Studien und allgemein zugängliche Kurse. Es werden einige Bildungsgänge präsentiert, die im laufenden Semester erstmals angeboten werden, und Hinweise auf einige Studiengänge gegeben, deren Einrichtung im Erhebungszeitraum geplant war.
Die gesamte Studie kann gegen einen Unkostenbeitrag von 250 Schilling in der Bibliothek des Instituts für Höhere Studien bestellt werden. Tel.: 59 991-237, E-Mail: library@ihs.ac.at
Die zweisprachige Broschüre - deutsch/englisch "usability: leistungen und anbieter in europa" kann kostenlos bei Mag. Hans-Peter Ritt bestellt werden:
multimedia business austria - ITF Programm Management
Karmeliterplatz 1/15
A-1020 Wien
Tel.: 212 85 22
Fax: 212 85 22-9
E-mail: info@mba.at
http://www.mba.at (Ende)
| Aussender: | InnoTech: Ein pte-Projekt in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium |
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