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pte20220518017 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen

USA: Social Media für Kredit-Scoring genutzt

Bedürftigkeit der Kunden im Fokus - Rating oftmals intransparent und nicht nachvollziehbar


Dollarnoten: Daten werden oft aus Not preisgegeben (Foto: pixabay.com, Jerry Nettik)
Dollarnoten: Daten werden oft aus Not preisgegeben (Foto: pixabay.com, Jerry Nettik)

Athens (pte017/18.05.2022/11:30) -

Mit größeren Datenmengen und dem besseren Zugang zu ausgereifteren Modellierungsprogrammen verändert sich auch die Art und Weise, wie eine Kreditwürdigkeit geprüft wird. Das ist laut einer Studie der University of Georgia http://uga.edu vor allem bei jenen Personen der Fall, die über keine ausgeprägte Bonität verfügen. Damit sind eher Menschen betroffen, die auch für fragwürdige Kreditvergaben anfälliger sind.

Gesetzgeber muss nachbessern

Das Problem dieses Systems ist laut den Studienautoren, dass diese alternativen Bewertungen, die sich aus den verschiedensten Quellen wie sozialen Medien speisen, wie eine Black Box sein können. Laut der leitenden Wisssenschaftlerin Lindsay Sain Jones ist es daher notwendig, das Kredit-Scoring-System der USA näher unter die Lupe zu nehmen. Jones und Kollegin Janine Hiller argumentieren, dass der US-Kongress neue Verordnungen erlassen sollte, um alternative Kredit-Scoring-Services daran zu hindern, die Konsumentendaten im Kreditauskunftssystem zu missbrauchen.

Unternehmen, die alternative Kredit-Scoring-Services entwickeln, argumentieren hingegen, dass ihre Produkte unterversorgten Bevölkerungsgruppen den Zugang zu diesen entscheidenden Dienstleistungen ermöglichen. Laut Jones macht die undurchsichtige Art ihrer Geschäfte sie jedoch reif für missbräuchliche Vergabepraktiken. Bei neuen Produkten wissen die Kreditnehmer nicht, welche Informationen zur Berechnung des Scores herangezogen werden. Daher können sie auch fehlerhafte Infos nicht beeinspruchen.

Fragwürdige Praktiken verbreitet

Manche Kredit-Scoring-Unternehmen bieten Konsumenten einen Credit-Boost im Austausch für den Zugang zu ihren früheren Ausgaben bei Strom und Miete an. Jones zufolge gibt es aber wenige Richtlinien, die regulieren, was die Unternehmen mit diesen Infos tun können und wie lange sie sie behalten dürfen. "Der Kredit wurde abgelehnt. Er wird aber gebraucht. Also geben die Menschen alle Daten her, nur um den Score zu verbessern. Die Chance, das Darlehen zu bekommen, kann sich durch verbessern oder auch nicht."

Andere Darlehensgeber sammeln Daten von öffentlichen Dokumenten oder den sozialen Medien, um ohne Wissen des Kunden ein Profil zu erstellen. "Es gibt Unternehmen, die darauf spezialisiert sind, Daten aus Online-Quellen zu beziehen, wie die Profile bei LinkedIn und Facebook. Diese Daten werden dann in das Kreditmodell eingespeist." Hier kann es sich um die Bestellhistorie, wo und wann eine Person um einen Kredit angesucht hat, Infos zur Studienzeit und Berufstätigkeit sowie zu den Aktivitäten in den sozialen Medien handeln.

In diesem Fall wissen die Betroffenen nicht, nach welchen Kriterien sie beurteilt werden und können bei Fehlern auch nicht Einspruch erheben. Es gibt Jones nach auch keine Möglichkeit des Einspruchs, wenn es dem Kreditgeber nicht gefällt, wie oft Reisen gemacht oder Kleider gekauft werden. Die Forscherinnen sind auch darüber besorgt, dass viele der Datenpunkte im Zusammenhang mit dem Lebensstil, die Kreditgeber mit der Kreditwürdigkeit in Beziehung setzen, mit Ethnie, Geschlecht, Alter, dem sozioökonomischen Status, der Postleitzahl oder wo eine Person studiert hat, in Verbindung stehen.

(Ende)
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Ansprechpartner: Moritz Bergmann
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