pts19980108008 in Business
US-Studie: Operationen gegen Fehlsichtigkeit nehmen deutlich zu
Methodenstreit LASIK vs. PRK wird von Patienten entschieden
San Francisco/Innsbruck (pts008/08.01.1998/15:42)
Die operative Behandlung von Fehlsichtigkeit wird in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Amerikanische Experten gehen davon aus, daß sich die Zahl der refraktiven Eingriffe bis zum Jahr 2000 verfünffachen wird; LASIK-Operationen werden dabei erste Wahl sein. Je größer die Erfahrung der Augenchirurgen, desto geringer sind die Komplikationsraten.Bei der Jahrestagung der amerikanischen Akademie für Ophthalmologie in San Francisco* präsentierte der Unternehmensberater Arthur D. Little eine Studie, laut der die Zahl der refraktiven Eingriffe zur Korrektur von hohen Fehlsichtigkeiten auf 500.000 Fälle im Jahr 2000 (gegenüber 100.000 im Jahr 1996) ansteigen wird. Eine auf derselben Tagung durchgeführte Befragung ergab, daß es in der Methodenwahl einen deutlichen Wandel gäbe.
* Quelle: Academy Annual Meeting News, Oct. 27, 1997
An der Tagung nahmen über 1.000 Augenchirurgen teil. 75 % der befragten Chirurgen gaben an, daß die LASIK-Methode derzeit am meisten Zuspruch habe, insbesondere bei Kurzsichtigkeit von über -10 Dioptrien. Grund dafür sei die schmerzfreie Behandlung und das unmittelbare Seh-Ergebnis nach der Operation, so die einhellige Meinung der Chirurgen. Ein weiterer Vorteil - aus Chirurgensicht - sei die Tatsache, daß LASIK Wiederbehandlungen erlaube, selbst noch nach einem Jahr.
"Wow!"-Effekt puscht LASIK
Die Experten sind der Ansicht, daß die zunehmende Nachfrage der Patienten der entscheidende Faktor für den Durchbruch der LASIK-Methode sei. Nicht nur, daß Patienten Schmerzen nach der PRK-Methode vermeiden wollten, hätten sie auch gleich nach ihrer Operation den sogenannten "Wow!"-Effekt, da sie sofort gut sehen könnten, meinte etwa Stephen G. Slade aus Houston. "Stark Kurzsichtige lehnen PRK ab, wenn LASIK erhältlich ist."
Richard L.Lindstrom aus Minneapolis, der medizinische Direktor der nationalen Laser Vision Centers in den USA, bestätigt den Trendwechsel von der PRK zur LASIK-Methode. Während in seinem Unternehmen 1995 lediglich 5 Prozent aller Fälle nach LASIK operiert wurden, waren es 1996 bereits 70 Prozent. Insgesamt sei die Zahl der Laser-Operationen in diesem Zeitraum von ein paar hundert auf 2.000 pro Monat gestiegen.
Der Augenchirurg David T. Lin aus Vancouver erklärte auf der Tagung, nach 6.000 PRK-Operationen sei er 1997 zu 99 % auf LASIK umgestiegen, weil er mit dieser Methode bei mittel- und schwer kurzsichtigen Patienten bessere Resultate erziele. Hauptproblem der LASIK-Methode sei derzeit noch die praktische Erfahrung, die man erst nach einer großen Anzahl von Operationen erhalte, erklärte Lin. "Jeder Chirurg hat Komplikationen, vor allem bei den ersten paar hundert Fällen."
Mit steigender Erfahrung fällt Komplikationsrate
R. Doyle Stulting und seine Kollegen vom Emory Vision Correction Center in Georgia, stellten dazu fest, daß die Komplikationsrate mit zunehmender LASIK-Praxis stark sinkt. Stulting verglich so etwa die Korrelation der LASIK-Komplikationsrate mit der LASIK-Erfahrung von 14 Augenchirurgen in 1.013 Fällen während eines Zeitraums von 21 Monaten.
Das Ergebnis war, daß sich die Komplikationsrate in der Gruppe mit steigender Praxis ständig verbesserte, sogar bei Chirurgen mit ausgeprägter LASIK-Erfahrung. "Die Komplikationsrate fiel von 3,1 Prozent in den ersten drei Monaten auf 0,7 Prozent am Ende der Untersuchung", erklärte Jonathan Carr, Co-Autor der Studie, auf der Tagung in San Francisco. Er schließe daraus, daß LASIK mindestens so sicher sei als PRK, wenn der Chirurg die nötige Erfahrung hat.
LASIK auch in Österreich im Vormarsch - "Leben ohne Brille kein Mythos"
Derzeit werden weltweit weit über 100.000 LASIK-Operationen jährlich durchgeführt. In Österreich werden LASIK-Operationen an den Universitätskliniken von Wien und Graz und von Augenchirurgen in Kärnten und Tirol angeboten. Der Innsbrucker Universitätsprofessor und LASIK-Pionier Dr. Mathias Zirm hat allein in weit über 1.000 LASIK-Operationen nachgewiesen, daß ein Leben ohne Brille möglich ist. Dies wurde auch in einer Patienten-Umfrage von Prof. Zirm belegt.
Information: Univ.Prof. Dr. Mathias Zirm, Fallmerayerstraße 3, A-6020 Innsbruck, Tel. 0512/581860, Fax 5818601, E-Mail: zirm@net4you.co.at (Ende)
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