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pte19971022001 in Business

US-Forscher wollen mit Salmonellen Krebs bekämpfen

Erste Erfolge im Versuch mit Mäusen, die an Melanom litten


New Haven (pte) (pte001/22.10.1997/00:02)

Salmonellen könnten nach Ansicht von US-Forschern zu einer Waffe im Kampf gegen Krebs werden. Die Bakterien hätten bei Mäusen das Tumorwachstum bremsen können und das Leben der Tiere verlängert, berichtet das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe. Drei Wissenschaftlern der Yale University in New Haven im US-Staat Connecticut sei es gelungen, die Bakterien in ihrer Infektionskraft abzuschwächen und ihnen tumorbekämpfende Gene einzusetzen.

Erfolge im Tierversuch seien bei Mäusen erzielt worden, die an einem Melanom litten, der aggressivsten Form von Hautkrebs. Obwohl zehn unveränderte Salmonellenzellen ausreichen würden, um eine Maus zu töten, seien den Tieren zehn Millionen der veränderten Salmonellen gespritzt worden - ohne Anzeichen einer Infektion. Die Bakterien wandern gezielt in die Tumore ein, vermehren sich dort und hemmen dort auf eine Weise, die die Wissenschaftler noch nicht völlig verstehen, das Zellwachstum. Erste Versuche an Menschen sollen in etwa 15 Monaten beginnen.

* USA: Über 70 % des Hühnerfleischs verseucht! *
Das Bakterium Campylobacter, das in rohem oder halbgekochtem Gefügelfleisch vorkommt, tritt häufiger auf als bisher angenommen, berichtet die New York Times. Tests des Zentrums für Krankheitskontrolle und- prävention hätten jetzt gezeigt, daß in den USA mit 70 bis 90 Prozent Verseuchung von Hühnerfleisch zu rechnen sei. Der Stamm von Campylobacter verursacht vor allem Symptome wie starken Durchfall, Magen- und Darmkrämpfe und Fieber, die sogar bis zum Tod führen können.

Zwar sei die Schwere der Erkrankungen nicht vergleichbar mit der durch Salmonellen, dennoch dürfe das Problem nicht auf die leichte Schulter genommen werden, so der Epidemiologe Michael Osterholm vom Minnesota Health Department. In den USA sei mit 2 bis 8 Millionen Infektionen pro Jahr zu rechen, von denen 200 bis 800 tödlich endeten. Bedenklich sei jedoch, daß die bisher verwendeten Antibiotika ihre Wirksamkeit verlören. (Ende)
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