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pts20060322045 Medizin/Wellness, Forschung/Entwicklung

Urwaldmedizin gegen Rheuma


Wien (pts045/22.03.2006/14:15) - Studien beweisen die immunmodulierende Wirkung eines indianischen Heilmittels bei chronischen Gelenksentzündungen. Der Tiroler Klaus Keplinger aus Volders hat die Heilpflanze Uncaria tomentosa in Österreich etabliert.

Kaum eine medizinisch nutzbare Pflanze hat in den vergangenen Jahren eine derart steigende Nachfrage erlebt, wie die Uncaria tomentosa. Die Ureinwohner Perus, die Ashaninkas, setzen die Pflanze schon seit Jahrtausenden bei verschiedenen Entzündungen, Magengeschwüren, rheumatischen Erkrankungen wie Arthritis, aber auch bei Krebs ein. Mittlerweile hat das Wissen um die Heilkraft der Pflanze auch Österreich erreicht: Der Tiroler, Klaus Keplinger aus Volders, hat die geheimnisvollen Kräfte der Uncaria tomentosa bei den Indianern kennen gelernt und dafür gesorgt, dass ein standardisierter Extrakt aus dieser Pflanze unter dem Namen "Krallendorn" in Österreich als Arzneimittel zugelassen wurde. Und zwar als Zusatz zur Basismedikation bei chronischer Polyarthritis, einer Autoimmunerkrankung bei der die fehlgesteuerten körpereigenen Abwehrzellen gesunde Knorpelzellen des eigenen Körpers zerstören.

Wissenschaftliche Untersuchungen der Universitätsklinik Innsbruck bestätigen, dass "Krallendorn" hilft, die chronischen Entzündungen zum Abklingen zu bringen. "Die Studie zeigte bereits nach drei Monaten einen Therapievorteil, nach sechsmonatiger Zusatzbehandlung war gegenüber der Kontrollgruppe die Dauer der Morgensteifigkeit verkürzt und die Anzahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke signifikant zurückgegangen. Das Präparat wurde gut vertragen, es traten keine relevanten Nebenwirkungen auf", resümiert Univ. Doz. Dr. Erich Mur von der Rheumaambulanz in Innsbruck seine Beobachtungen.

Weiters stellten Experten fest, dass ein standardisierter Extrakt aus der Uncaria-Wurzel in der Lage ist, Immunsystem zu normalisieren. Und das ist sowohl bei der chronischen Polyarthritis, als auch bei anderen Krankheiten wichtig: zum Beispiel bei AIDS. Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. Reinhard Länger, vom Institut für Pharmakognosie der Universität Wien: "Auch HIV-Infizierte profitierten von der Einnahme des standardisierten Extraktes. Die zusätzliche Gabe des Wurzelextraktes an 44 HIV-Patienten verursachte eine Stabilisierung oder Erhöhung der Zahl der T-Zellen. Das führte in wenigen Monaten Therapie zur Verbesserung der immunologischen Kompetenz der Patienten und einer Reduktion der Anfälligkeit für Infektionen"

Weitere positive Erfahrungen konnten mehr als 200 Patienten mit bösartigen Tumorerkrankungen machen. Sie nahmen das Arzneimittel ein, um die Verträglichkeit von Strahlen- und Chemotherapie zu verbessern. In der Tat: Patienten reagierten mit erhöhter Vitalität. Besonders auffällig war die deutliche Reduktion der Nebenwirkungen: weniger Übelkeit, kaum Haarausfall, bessere Blut- und Leberwerte.

Weitere Infos im Internet: http://www.uncaria.at oder per Infohotline dienstags (9 bis 14 Uhr) und donnerstags (14 bis 18 Uhr), Telefon 0664/82 60 179.

(Ende)
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