pts19971103012 in Business
Uni-tv Wien sendet auf Wien 1
Das Fernsehprojekt am Wiener Publizistik-Institut geht in die Öffentlichkeit
Wien (pts012/03.11.1997/15:44)
utv wien, das fernsehprojekt am institut für publizistik und kommunikationswissenschaft der universität wien, hat ab 4. november auf dem wiener kabelnetzsender w1 ein fenster, das vorerst alle 14 tage von 0 uhr 30 bis 1 uhr von studierenden gestaltet wird.das projekt utv wien dient der reflexion, diskussion und analyse des mediums fernsehen. weder die lehrveranstaltung noch utv WIEN sehen ihren zweck in der vor-/ausbildung für öffentlich/rechtliche oder privat/komerzielle fernsehanstalten, sondern primär in der inhaltlichen und formellen auseinandersetzung mit denselben, das erkennen der funktionsweise (manipulationsmittel für system, wirtschaft, politik, etc.).
deshalb wird die mainstream-berichterstattung auch den öffentlich/rechtlichen bzw. privat/kommerziellen sendern überlassen und eine konzentration auf medienkritik, (medien)ästhetik, politisch fortschrittliche gesellschaftsbetrachtung (als beitrag zur medialen meinungsvielfalt) und "sub"-kultur stattfinden.
mit beginn der kooperation mit w1 verläßt UTV wien die "geschützten hallen" der universität, der schritt an die öffentlichkeit stellt für die teilnehmerInnen eine neue herausforderung dar: wir spielen nicht mehr fernsehen.
zur ersten sendung am 4./5. November um 0 uhr 30
the white room
aufblende. langsamer schwenk von der Decke und zufahrt zu den objekten. die kamera bleibt in der mitte des raumes stehen. im hintergrund ist ein flimmernder monitor zu sehen. ein tisch und eine figur rücken ins blickfeld: wir befinden uns im medialen raum
die idee des weißen raumes ist die leere mit virtuellen räumen zu verbinden, die sich kaleidoskopartig öffnen. die geradlinigkeit und glätte wird von visuellen und akustischen signalen aufgebrochen - eine perzeptive sensibilität beim betrachter zu evozieren.
3 Akte beschreiben ein und dieselbe situation aus unterschiedlichen Perspektiven.
der 1. teil ist eine art minimalistisch metaphorische beschreibung der (österreichischen) mediensituation. wir ergeben uns in eine lethargische grundstimmung der grande fadesse: stille, klinische schönheit.
teil 2 ist als eine kommentierende paraphrase angelegt. er führt die grundidee des ersten teils weiter und voran und versucht, die formalen mittel und die techniken, die das medium fernsehen erst erschaffen, darzustellen.
der 3. teil steigt noch eine metaebene höher: die illusion einer fixfertigen, glatten betrachtung zerbricht in die malströme seiner produktion: zurück zum anfang, neues spiel.
wir sehen uns! (Ende)
| Aussender: | Universität Wien, Institut für Publizistik |
| Ansprechpartner: | Univ.-Ass. Dr. Manfred Bobrowsky, email: <A HREF=mailto:manfred.bobrowsky@univie.ac.at>manfred.bobro |
| Website: | www.univie.ac.at/Publizistik/ |
