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pte20000218017 in Leben

Umorganisation des Gehirns bei Schlafentzug

Wissenschaftler beobachten das übermüdete Gehirn


San Diego (pte017/18.02.2000/11:30)

Müdigkeit kennt jeder, und jeder weiß um ihre Folgen: etwa Unkonzentriertheit oder niedrige Leistungsfähigkeit. Doch was bei Übermüdung tatsächlich im Gehirn geschieht, war bislang unbekannt. Amerikanische Psychiater von der University of California in San Diego http://www.ucsd.edu/haben das jetzt mit Hilfe der Kernspintomographie untersucht und in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals "Nature" veröffentlicht.

"Wir hatten aus früheren Studien genaue Vorstellungen, welche Areale im Gehirn durch Schlafentzug wie beeinflusst werden könnten und rechneten vor allem mit Veränderungen im Stirnlappen", erklärt der Psychiater Christian Gillin von der Universität von Kalifornien in San Diego. Die Region zwischen den Augen ist eingespannt in das komplexere Denken, in Planung und Durchführung komplizierter Aufgaben. Und so hielten die Forscher ihre Testpersonen 35 Stunden lang wach, legten sie dann in die Röhre eines Kernspintomographen und ließen sie dort Wörter auswendig lernen und rechnen. Die Vorgänge im Gehirn zeichneten sie mit einem speziellen Magnetresonanz-Verfahren auf.

Bei diesen Aufzeichnungen erlebte Gillins Arbeitsgruppe eine Überraschung - zumindest als sie die Aktivität während des Auswendiglernens protokollierten. "Statt der erwarteten Deaktivierung der Stirnlappen verzeichneten wir gerade dort eine erhöhte Aktivität", so der Forscher. Und diese Aktivität stieg, je müder die Kandidaten wurden. Allerdings kündigte eine andere Hirnregion ihren Dienst, die bei Ausgeruhten am Auswendiglernen beteiligt ist: der Schläfenlappen.

"Dafür wurde bei der verbalen Lernaufgabe der Scheitellappen aktiviert, den wir traditionell mit dem assoziativen Lernen verbinden", meinte Gillen. Je aktiver der Scheitellappen war, desto besser schnitten die Probanden beim Auswendiglernen ab. Das müde Gehirn organisierte offenbar die Arbeitsteilung zwischen den Regionen um. Beim Rechnen dagegen konnten die Wissenschaftler keinerlei Umorganisation erkennen. Die Leistungen waren generell schlechter als im ausgeruhten Zustand und keine Hirnregion zeigte besondere Aktivität. (dradio, University of California) (Ende)
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