pte19971014015 in Business
Umfrage: Medizinische Fehldiagnosen an der Tagesordnung
42 % glauben, Erfahrungen mit ärztlichen Irrtümern zu haben
Boston (pte) (pte015/14.10.1997/22:42)
Wenn der Doktor irrt, hat der Patient das Nachsehen. Und das kommt häufiger vor, als man denkt. Eine Studie der Harvard School of Public Health (Boston, USA) zeigt, daß in Amerika jedes Jahr drei Millionen Menschen unter ärztlichen Irrtümern zu leiden haben. 42 Prozent der amerikanischen Bevölkerung glauben, so die Studie weiter, daß sie selbst oder Bekannte Opfer einer medizinischen Fehl-Diagnose oder Fehl-Behandlung geworden sind. Wiederum 22 Prozent dieser Menschen meinen, ihnen seien Mißgriffe bei medizinischen Prozeduren widerfahren.Um Irrtümern jedweder Art vorzubeugen, fordern Experten die Ärzte auf, vermehrt anhand von Simulationen zu üben. Aber auch die Patienten können etwas tun: Nancy Dickey, Präsidentin der American Medical Association, rät den Kranken, ihren Arzt und Apotheker ruhig zu fragen, wenn ihnen etwas komisch vorkommt. http://www.msnbc.com/news/116144.asp
* Pille gegen Impotenz *
Eine neue Möglichkeit, männliche Impotenz zu beheben, wurde auf einem Kongreß in Madrid vorgestellt. Es handelt sich um das Medikament Sildenafil, in den USA ist es unter dem Handelsnamen "Viagra" erhältlich. Bisher beschränkten sich die Maßnahmen bei Impotenz auf physisch-mechanische Interventionen wie Vakuumpumpen, Injektionen in den Penis-Schaft oder Versteifungs-Implantate - Optionen, die den Betroffenen häufig nicht akzeptabel erscheinen. Das Schlucken einer Tablette ist da einfacher.
William Steers von der University of Virginia (Charlottesville, USA) testete das Medikament Sildenafil an 58 Patienten mit schweren Erektionsstörungen. Die Erfolgsquote lag zwischen 40 und 59 Prozent. Allerdings hat das Pharmakon zwei Haken: Erstens wirkt es nicht, wenn die Impotenz auf psychologische Gründe zurückzuführen ist. Zweitens scheinen die Nebenwirkungen zum Teil recht beträchtlich zu sein: Andere Studien, die nicht vom Medikamenten-Hersteller bezahlt wurden, kamen zu dem Ergebnis, daß "Viagra" farbenblind macht. (New York Times)
* Haar-Implantate gegen Glatzen *
Die männliche Glatze scheint für die meisten Betroffenen noch immer ein Problem zu sein - trotz so prominenter Kahlkoepfe wie Yul Brynner oder Telly Savalas ("Kojak"). Wo Wässerschen wirkungslos bleiben, könnten Haar-Implantate helfen. Denn verfeinerte Techniken ermöglichen mittlerweile ganz akzeptable Ergebnisse, die auf der Konferenz der International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS) in Barcelona vorgestellt wurden.
Heute ist es möglich, Hautstückchen zu verpflanzen, die nur ein bis zwei Haarfollikel enthalten: im Vergleich zu den früher üblichen 20 Haaren pro Transplantat ein großer Fortschritt. Die Menge der umgesiedelten Haare hängt ab von der Größe der Glatze, der Anzahl der noch vorhandenen Haare auf dem Kopf und der Haar-Dichte, die nach zwei oder drei Operationen erreicht werden kann. Auf einem Quadratzentimeter Kopfhaut stehen normalerweise etwa 80 bis 140 Haare. Noch vor zwanzig Jahren war die Eigenhaar-Transplantation eine blutige Operation. Heute können die Patienten nach der Behandlung ohne Verband aus der Praxis gehen. Newswire, http://www.newswise.com/articles/HAIRSURG.HRS.html (Ende)
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