pte20000226007 in Leben
Tumorartiges Geschwulst drängt zum Kichern
Neben Lachreiz werden auch epileptische Anfälle ausgelöst
Victoria/Australien (pte007/26.02.2000/11:15)
Ein kleines, gutartiges Geschwulst im Gehirn kann heftigen Lachdrang auslösen. Das ergaben Fallstudien eines australischen Nervenarztes, veröffentlicht im Fachmagazin "Neurology" der American Academy of Neurology. http://www.aan.com Dieses Symptom kann somit ein nützlicher Hinweis sein. Die als Hamartome bezeichneten Tumoren saßen im Hypothalamus-Hirnbereich und verursachten neben dem Lachreiz leichte epileptische Anfälle, berichtet der Neurologe Samuel Berkovic vom Austin Repatriation Medical Center in Victoria.Medikamente konnten die Anfälle stoppen, nicht aber den Drang zum Kichern, den eine Patientin wie ein "Kitzeln im Kopf" beschreibt. "Viele Patienten finden das Gefühl angenehm", berichtet Berkovic. "Trotzdem sind sie sich bewusst, dass ein Anfall folgen könnte und das ist beängstigend." http://www.eurekalert.org/releases/aan-tlm021400.html
Wie es zu dem Lachdrang käme, sei noch nicht völlig klar: Vom Hypothalamus, der auch bei Durst, Appetit und Temperaturkontrolle mitmische, wisse man, dass er auch für das Entstehen von Lachern sehr wichtig sei. Die drei beschriebenen Patienten hatten ansonsten normale Hirnentwicklung und Intelligenz. Was für nicht alle von derartigen Hamartomen Betroffene gelte; in anderen Fällen gäbe es neben dem Lachdrang auch Verhaltensprobleme, mentale Beeinträchtigung und gehäufte Anfälle. "Unsere Patienten stehen an dem milden Ende des Spektrums", betont Berkovic. Das läge an der geringen Größe der Geschwülste. Informationen: Melissa Doyscher, E-mail: mdoyscher@aan.com (wsa) (Ende)
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