pts19991201010 in Business
Türöffnen aus allen Lagen
Niederösterreichische Erfinder präsentieren den "Türdrücker" für Behinderte, Kranke, Kinder und Einkäufer mit vollen Händen
Biedermannsdorf (pte) (pts010/01.12.1999/11:00)
Ein niederösterreichisches Unternehmen hat eine Möglichkeit erfunden, eine Tür dadurch zu öffnen, dass man die Klinke in eine x-beliebige Richtung bewegt. Türen können mit dem "Türdrücker" der Firma Inventor durch Zug oder Druck auf die Klinke, aber auch durch Bewegungen in allen Zwischenrichtungen geöffnet werden. Die Erfindung eignet sich überall dort, wo Behinderte, Kranke oder Kinder leben oder auch bei Einkaufsmärkten, wo Menschen mit vollen Händen unterwegs sind. Um das Produkt zur Serienreife zu bringen, sucht das Unternehmen aus Biedermannsdorf bei Wien noch investitionswillige Partner.Was wie der Spleen eines Grüblers klingt, ist in Wahrheit eine wertvolle Erfindung. Denn das Öffnen einer Tür mit voll bepackten Händen ist oft gar nicht so einfach. Erst recht erweisen sich Türgriffe für körperlich oder mehrfach Behinderte häufig als unüberwindbare Barrieren. "In vielen Alltagssituationen", erklärt Johann Tatschl, Unternehmensberater und einer von drei Gesellschaftern der Inventor GesBR, "ist die derzeitige Funktion der auf dem Markt befindlichen Türklinken nicht ausreichend."
Mit dem neuen "Türdrücker" sind im Allgemeinen Zug- oder Druckbewegungen an der Klinke zu einer Tür hin oder von einer Tür weg möglich, aber auch Bewegungen der Klinke nach oben oder unten sowie Bewegungen in allen Zwischenrichtungen. Die Vorrichtung ist sowohl an links- als auch an rechtsöffnenden Türen einsetzbar - bestehende Klinken können leicht durch den "Türdrücker" ersetzt werden, ein Austauschen des Riegelmechanismus ist nicht notwendig.
Größerer Komfort ist aber nicht der einzige Vorteil des "Türdrücker". Tatschl: "Durch unser Produkt sind unzählige neue Design-Ansätze möglich. Diese sind nicht nur verkaufsfördernd, sondern vermitteln ein völlig neues, positives Eintrittsgefühl. Daraus ergeben sich energetische Ansatzpunkte zur Bewältigung der Schwellenangst in öffentlichen und teilöffentlichen Bereichen."
Die Erfindergemeinschaft aus Biermannsdorf hat drei verschiedene "Türdrücker"-Lösungen ausgearbeitet, die für unterschiedliche Nutzungen bestimmt sind. "Typ A besticht durch formal schlichte Ästhetik und ist für den Einsatz in Wohnbauten und teilöffentlichen Gebäuden besonders vorteilhaft", erklärt Tatschl. Die Anmutung dieser Variante erinnert an die gängige Türklinke und ist daher wenig gewöhnungsbedürftig.
Typ B wiederum ist eine Designstudie, die sich vor allem mit Druck- und Zugbewegung und deren optischer Formulierung auseinandersetzt. Die Formgebung des Drückers macht die veränderte technische Funktion augenscheinlich - dem Benutzer wird dadurch klar, dass diese Klinke nicht wie eine herkömmliche Klinke funktioniert. Tatschl: "Durch seine ergonomische Form ist dieser Drücker speziell für Bereiche wie Kindergärten, Schulen oder Altersheime gedacht." Typ C ist schließlich vor allem für den Einsatz im öffentlichen Bereich konzipiert. Das Design mutet futuristisch an.
Inventor ist derzeit auf der Suche nach Kooperationspartnern, um den "Türdrücker" bis zur Serienreife zu bringen. Kooperationen sind für das Unternehmen vor allem beim Produkt- und Grafikdesign, bei Markenname und Marketingkonzept sowie bei der Produkteinführung denkbar. Da das Projekt durch den Forschungsförderungsfonds (FFF) gefördert wird, besteht die Möglichkeit, auch für weitere Entwicklungskosten eine Förderung zu erhalten, sagt Tatschl.
Das Unternehmen:
Inventor GesBR
Finkenstr. 10 - 12, 2362 Biedermannsdorf
Tel.: 02236 / 76484
Ansprechpartner: Johann Tatschl (Ende)
| Aussender: | ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen |
| Ansprechpartner: | Georg Panovsky |
| Tel.: | 01-4061522-46 |
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