pts19981116016 in Business
Tiroler Augenchirurg erhält Preis für Operationsmethode
Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm bei der Jahrestagung der ESCRS in Nizza ausgezeichnet
Wien (pts016/16.11.1998/14:44)
Bei der diesjährigen Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Katarakt und Refraktive Chirurgie (ESCRS) in Nizza erhielt der Innsbrucker Augenchirurg Univ.-Prof. Dr. Mathias Zirm eine Auszeichnung für die Darstellung der von ihm entwickelten Refraktiven Rotationskeratoplastik (RRK). Mit der Methode können Störungen in der Hornhaut (etwa durch Narben oder starke Hornhautkrümmungen) schmerzfrei und ambulant beseitigt werden.93 Jahre nach der ersten erfolgreichen Hornhauttransplantation durch seinen Großvater, Prim. Dr. Eduard Zirm, wurde nun auch Prof. Dr. Zirm für seine international herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Hornhaurchirurgie prämiert. "Mit der Auszeichnung wird ein international anerkannter Pionier der Augenchirurgie gewürdigt", resümierte Prof. Michael Blumenthal, vormaliger Präsident der ESCRS aus Israel, bei der Preisverleihung. Die sogenannte "Refraktive Rotationskeratoplastik" (RRK) wurde von Prof. Zirm im Sanatorium Hochrum bei Innsbruck entwickelt und seit 1996 erfolgreich eingesetzt. Der für den Patienten schmerzfreie Eingriff erfolgt ambulant bei lokaler Betäubung und dauert ungefähr eine halbe Stunde, danach kann der Patient das Sanatorium wieder verlassen.
"Das Prinzip der Refraktiven Rotationskeratoplastik ist ganz einfach", erläutert der Augenchirurg: "Durch die Drehung eines Hornhautscheibchens können Schäden wie Hornhauttrübungen, Narben oder extreme Hornhautkrümmungen aus dem optischen Zentrum der Hornhaut in die Peripherie 'weggedreht' werden, wo sie nicht mehr stören und damit die Sehkraft nicht mehr beeinträchtigen." So kann dem Patienten in manchen Fällen sogar eine aufwendige und risikoreiche Hornhauttransplantation erspart werden.
Vor dem Eingriff wird die Hornhaut des Patienten analysiert und die Operation im Computer simuliert. Mit Hilfe eines "Hornhauthobels" (Corneal Shaper) wird dann ein entsprechendes Hornhautläppchen abgetrennt und in die richtige Position gedreht. Dieser Corneal Shaper wurde ursprünglich für die LASIK-Chirurgie zur operativen Behandlung von Fehlsichtigkeit entwickelt und dort seit langem erfolgreich eingesetzt. Nach der Drehung wird der Sitz des Läppchens kontrolliert und zur Stabiliserung noch einige Tage mit einer Kontaktlinse bedeckt. (Ende)
| Aussender: | Augenzentrum Prof. Zirm GmbH |
| Ansprechpartner: | Mag. Jochen Noack |
| Tel.: | 01/402 48 51-0 |
| E-Mail: | noack@temmel-seywald.at |
| Website: | www.zirm.net |
