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pte20150313012 in Business

Tinder setzt unbeschränktem Flirten ein Ende

Like-Limit für unbedachte Ja-Sager zeigt bereits erste Erfolge


Dallas/Wien (pte012/13.03.2015/12:30)

Notorische "Rechts-Wischer" bei der Dating-App Tinder http://gotinder.com , also User, die vorgeben, an jedem vorgeschlagenen Partner interessiert zu sein und sehen wollen, wer sie auch bestätigt, bekommen ein Like-Limit: Innerhalb von zwölf Stunden kann nur eine bestimmte Anzahl von Kontaktanfragen via Wischen nach rechts versendet werden.

Begrenzte Auswahl besser

"Ich halte es für eine gute Idee, bei Dating-Apps solche Einschränkungen zu machen. Denn eine unbeschränkte Auswahl an Möglichkeiten macht nicht unbedingt glücklicher - es bleibt immer der Hintergedanke, dass es ja möglicherweise noch etwas Besseres geben könnte", sagt Dominik Borde, Paartherapeut und Beziehungscoach für Singles und Paare http://sozialdynamik.at , im Gespräch mit pressetext.

Die Tinder-Macher selbst zeigen sich jedenfalls schon begeistert: Seit die unbedachten Ja-Sager auf Beschränkungen stoßen, wird die Auswahl der potenziellen Partner wieder bewusster getroffen - es gibt 25 Prozent mehr Übereinstimmungen, 25 Prozent mehr private Nachrichten zwischen den frisch Verkuppelten, und die Kontaktaufnahme durch Spam-Schadprogramme ist um 52 Prozent zurückgegangen.

Tinder-Liebe ist eher ein Zufall

Ob Tinder zur wahren Liebe führt, bleibt offen: "Menschen, die glücklich in ihrer Beziehung sind, hätten sich nicht unbedingt aufgrund von ein paar Fotos ausgesucht, das ist eine sehr oberflächliche Auswahl. Vielmehr sind es die Charaktereigenschaften, die zählen - und die sieht man auf Tinder nicht. Ob Waschbär- oder Waschbrettbauch macht in einer Beziehung keinen Unterschied, auf Tinder aber schon. Es kann zwar passieren, dass aus einer Tinder-Übereinstimmung Liebe wird, aber das ist dann eher Zufall. In alltäglichen Situationen passiert es leichter, sich zu verlieben", so Borde abschließend. (Ende)
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