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pte19970925002 in Business

Test: Arsen in zahlreichen Mineralwässern

Bis zu 37 Mikrogramm - Lebensbedrohlich für Kleinkinder


München (pte) (pte002/25.09.1997/10:41)

Mineralwasser können Spuren des Giftes Arsen enthalten, das Lungenkrebs sowie Schädigungen von Blase, Leber und Nieren hervorruft und - bei langfristiger Aufnahme - bis zum Tode führen. Das wurde in einem Test des "Instituts für Angewandte Umweltforschung" in Oberursel (Hessen) festgestellt, bei dem 106 nationale und internationale Mineralwasser überprüft wurden.

Experten wie Friedrich Schweinsberg, Toxikologe an der Uni Tübingen, halten Werte unter 10 Mikrogramm für unproblematisch. Der Gesetzgeber sieht das auch so - aber nur bei Trinkwasser. In einem Liter Mineralwasser dagegen sind 50 Mikrogramm Arsen erlaubt! Begründung: Trinkwasser wird häufiger konsumiert. Das "Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz" in Berlin stimmt dem zu. Bei einer Dosis von 50 Mikrogramm liegt "eine Gesundheitsgefährdung nicht vor".

Schweinsberg ist da anderer Meinung: "Wir wissen alle aus Erfahrung, daß es viele Leute gibt, die wenig Trinkwasser und viel Mineralwasser trinken. Und wenn man gleiche toxikologische Gesichtspunkte annimmt, und das muß man, dann ist die gleiche Menge Mineralwasser mit mehr Arsen gefährlicher als die Menge Trinkwasser."

Der Test zeigte, daß die Mineralwasserproben zum Teil wesentlich mehr als 10 Mikrogramm Arsen enthalten. Besonders problematisch wird es bei Kleinkindern: Viele Eltern bereiten Säuglings- und Kindernahrung mit Mineralwasser zu. Experten halten das für gefährlich. Sogar Irene Lukassowitz vom Institut für Verbraucherschutz in Berlin: "Wenn man nun tatsächlich Mineralwasser zur Zubereitung von Kleinkindnahrung verwendet, dann sollte man allerdings aus unserer Sicht nur solche Wasser verwenden, die nicht mehr als 10 Mikrogramm pro Liter an Arsen enthalten."

Viele Proben bekannter Marken wiesen im Test zwischen 11 und 37 Mikrogramm Arsen pro Liter auf. Den Arsengehalt bestimmt paradoxer Weise die (gesunde) Natur selbst, denn das giftige Halbmetall ist seit Tausenden von Jahren im Gestein enthalten und wird vom Quellwasser ausgeschwemmt. Mehr Information dazu im "K1 Das Magazin" mit Sanja Nowara, am Donnerstag, 25. September 1997, 23.15 Uhr, KABEL 1. (Ende)
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