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pts20201112016 Forschung/Entwicklung, Unternehmen/Wirtschaft

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2020: Vorhang auf für Digitalisierung und technische Innovation

Insgesamt fünf Siegerprojekte wurden am 11.11. mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis prämiert


Wien/Leoben/Salzburg/Bregenz (pts016/12.11.2020/08:30) - Bereits zum neunten Mal in Folge hat der TÜV AUSTRIA Absolvent_innen von technisch-naturwissenschaftlichen Studien an Universitäten und Fachhochschulen, von HTLs und Unternehmen dazu eingeladen, Abschlussarbeiten und Projekte, die durch technische Innovationen und Kreativität glänzen, einzureichen. Trotz coronabedingt schwieriger Voraussetzungen - beispielsweise einer Einschränkung des Studien- und Schulbetriebs und Auswirkungen auf die Arbeitswelt seit dem Lockdown Mitte März - sind diesem Aufruf zahlreiche junge Wissenschaftler_innen gefolgt. Insgesamt erreichten den TÜV AUSTRIA bis zum Einreichschluss Ende Juli 80 Bewerbungen mit einem inhaltlich breiten Bogen rund um die Themen Sicherheit, Technik, Qualität und Nachhaltigkeit.

Unter den Siegerprojekten kristallisierte sich ein Trend zur Forschung in den Bereichen Schienenverkehr und Robotik heraus. "Hervorragend, wie die Einreichungen und Siegerprojekte des TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreises 2020 wissenschaftliche Forschung und Wirtschaft miteinander verzahnen", beobachtet TÜV AUSTRIA-CEO Stefan Haas die Entwicklung der Auszeichnung, die nächstes Jahr ihr zehntes Jubiläum feiern wird: "Wir sind als der einzige österreichische TÜV Wegbereiter in der digitalen Welt mit Plattformen zur integrierten Produkt- und Lösungsentwicklung", erklärt Haas am Beispiel des Engagements der unabhängigen Unternehmensgruppe bei Industrie 4.0 oder der Safety & Security in der Mensch-Roboter-Kollaboration: "Wir halten Tablets und Smartphones nicht nur passiv in Händen, sondern bauen unsere digitalen Fähigkeiten konsequent immer weiter aus", beschreibt TÜV AUSTRIA-CEO Stefan Haas das Zusammenspiel digitaler Theorie und Praxis: "Schon heute nutzen wir KI und Machine Learning in der Erfassung und Interpretation von Prüfergebnissen - Entwicklungen, die unsere ambitionierte 'Next Generation' in der TÜV AUSTRIA Group vorantreibt."

And the winner is...

Bei der Verleihung am Abend des 11. November, die via Livestream stattfand, wurden jene Einreichungen, die es zuvor auf die Shortlist geschafft haben, präsentiert und die Sieger in den drei Bewertungskategorien "Uni/FH", "HTL-Abschlussarbeiten" und "Unternehmen" vor den virtuellen Vorhang geholt. Nicht nur die Fachjury hatte die Qual der Wahl, aus den zahlreichen Einreichungen Siegerprojekte zu identifizieren, auch das Publikum bekam am Verleihungsabend eine Stimme.

Siegerprojekte aus Salzburg und Wien

In der Kategorie "Universitäten/Fachhochschulen" wurde Lara Bettinelli für ihre Diplomarbeit mit dem Titel "Einfluss des Triebwagens auf die dynamische Tragwerksantwort von einfeldrigen Eisenbahnbrücken bei Hochgeschwindigkeitsverkehr", die sie an der TU Wien verfasste, mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Im Rahmen der Arbeit analysierte Bettinelli mit einer numerischen Parameterstudie mechanische Zusammenhänge und erhob das Potenzial verschiedener Ansatzpunkte für weiterführende Forschungsprojekte.

Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis in der Kategorie "HTL Abschlussarbeiten" ging an das Salzburger Maturantenteam Jakob Buchsteiner, Thomas Eibl, Sebastian Neuhofer und Moritz Taferner für die Entwicklung eines mobilen, gestengesteuerten Robotergreifsystems mit haptischem Feedback, das im Rahmen einer HTL-Abschlussarbeit an der HTBLuVA Salzburg entwickelt und beschrieben wurde.

Das Rennen in der Kategorie "Unternehmen" machten in diesem Jahr die Wiener Linien mit ihrem Projekt zur Nutzung von überschüssiger Bremsenergie bei U-Bahn-Zügen. Dabei wird kinetische Energie, die üblicherweise im Bremswiderstand in Wärme umgewandelt wird, in das Wechselstromnetz rückgespeist und anschließend beispielsweise für die Energieversorgung in Stationen genützt. Zwei Anlagen wurden bereits auf dieses System umgerüstet, "erbremsen" jährlich rund drei Gigawattstunden Strom und sparen damit rund 400 Tonnen CO2 ein.

Der Initiator des TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis, TÜV AUSTRIA-CEO Stefan Haas, zeigte sich über die Siegerprojekte erfreut: "Auch nach neun Jahren TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis sind wir jedes Mal aufs Neue überrascht, an welchen zukunftsweisenden Projekten der Technik-Nachwuchs arbeitet. Ihre Innovationen bahnen sich in kürzester Zeit den Weg in Industrie und Wirtschaft und ihre hohe Motivation im Bereich der Forschung & Entwicklung macht sie zu geschätzten High Potentials in nationalen und internationalen Betrieben wie TÜV AUSTRIA. Ich gratuliere allen Wissenschaftsträger_innen herzlich und bedanke mich für ihren Einsatz, die Zukunft gemeinsam mitzugestalten."

Das Publikum hat entschieden

Zwei weitere Siegerprojekte aus Leoben und Bregenz wurden aus den für den Wissenschaftspreis Nominierten via Online-Voting direkt vom Publikum gekürt.

Die Kategorie "Universitäten/Fachhochschulen" konnte Lisa Mitterhuber von der Montanuniversität Leoben für sich entscheiden. Ihre Dissertation widmete sie einer Methodiken zur Charakterisierung des Wärmetransports von mikroelektronischen Bauteilen. Sie entwickelte im Rahmen ihrer Arbeit eine neuartige Wärmepfadanalyse, die dazu dient, maßgeschneiderte Kühlkonzepte für den verlässlichen und effizienten Einsatz von mikroelektrischen Bauteilen, die in einer digitalisierten Welt immer mehr verbreitet sind, zu erarbeiten.

Den TÜV AUSTRIA Publikumspreis 2020 in der Kategorie "HTL-Abschussarbeiten" holten Vinzenz Geiger, Kilian Gross und Jakob Merz nach Vorarlberg. Ihre Abschlussarbeit an der HTL Bregenz befasst sich mit der Automatisierung und einem Sicherheitskonzept für eine Rundholz Kappanlage, wie sie beispielsweise in Sägewerken zum Einsatz kommt. Das Diplomarbeitsteam hat eine solche Rundholzkappanlage konstruiert und in weiterer Folge automatisiert.

Virtuelle Präsentation der Siegerprojekte aus ganz Österreich

Aufgrund der Veranstaltungs-Beschränkungen in Zeiten der Corona-Viruspandemie fand die Ehrung der diesjährigen Preisträger nicht wie geplant als großer Gala-Abend im Kuppelsaal der TU Wien statt, sondern wurde als Livestream in die Wohnzimmer der Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung übertragen. Spannende Projekte aus ganz Österreich sorgten für reges Publikumsinteresse an der Online-Veranstaltung. ORF-Journalistin und Autorin Lisa Gadenstätter führte als Moderatorin durch den Abend.

Wissensvorsprung der Next Generation made in Austria

Mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis, der seit 2012 jährlich verliehen wird, trägt die international tätige österreichische Unternehmensgruppe aktiv dazu bei, das Bewusstsein für den Forschungs- und Innovationsgeist und für die hohe Qualität des heimischen Ingenieurswesens zu stärken. Und weil nach dem Wissenschaftspreis bekanntlich vor dem Wissenschaftspreis ist, können ab sofort unter www.tuvaustria.com/wissenschaftspreis bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31.Juli 2021 HTL-Abschlussarbeiten, Diplomarbeiten, Masterthesen und Dissertationen sowie zukunftsweisende Projekte von Unternehmen eingereicht werden. Der Wissenschaftspreis geht 2021 mit dem TÜV AUSTRIA #WiPreis I\O - der 10. Wissenschaftspreis 2012-2021 - in die zehnte Auflage und ist mit 8.000 Euro für die beste Diplomarbeit/Masterthesis/Dissertation, 5.000 Euro für die beste HTL-Abschlussarbeit und 2.000 Euro für ein technisch-innovatives Unternehmensprojekt dotiert.

Das waren die nominierten Projekte: http://www.youtube.com/playlist?list=PLZDoe9YGp7vb5fa1B-56j61a7itgr3GfG

Jetzt einreichen zum TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2021: http://www.tuvaustria.com/wissenschaftspreis

Teil der TÜV AUSTRIA Group werden und bewerben: http://karriere.tuv.at/Jobs

TÜV AUSTRIA Ingenieur-Zertifizierung: http://www.ing-zertifizierung.at/

TÜV AUSTRIA Industrie 4.0: http://www.tuv.at/loesungen/industry-energy/industrie-40/

White Paper Series der TÜV AUSTRIA Group: http://www.tuv.at/next-generation/white-paper/

(Ende)
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