pts19991005007 in Business
System- und Netzwerkmanagement mit geringem Aufwand
Jazzey arbeitet modular und objektorientiert
Salzburg (pte) (pts007/05.10.1999/10:00)
Ein plattformunabhängiges System- und Netzwerkmanagement entwickelt das Salzburger Softwareunternehmen Spin. Anders als klassische Frameworks soll das Jazzey genannte System eine umfassende Überwachungslösung bieten, die schnell und ohne besondere Fachkenntnisse oder aufwendige Schulungen eingesetzt werden kann. http://www.spin.atSystem- und Netzwerkmanagement betrifft nicht nur einzelne IT-Ressourcen. In modernen Unternehmen mit einer Vielzahl von PCs, Unix-Systemen und Großrechnern, mit einer Fülle von Standard- und eigen entwickelten Anwendungen kann bereits der Ausfall einer einzigen Ressource das Geschäft zum Stillstand bringen. Daher wird ein übergreifendes Management benötigt, das die vielseitigen Abhängigkeiten in vernetzten Unternehmen berücksichtigt.
Management-Software hilft, neue Rechner, Netzkomponenten und Anwendungen in Betrieb zu nehmen. Sie erhöht die Verfügbarkeit der Anlage durch Überwachung, Fehleranzeige- und behebung. Einer internationalen Studie zufolge soll der weltweite Markt für Systemmanagement-Software bis zum Jahr 2002 auf 15,9 Mrd. Dollar steigen. Die höchsten Zuwachsraten werden dabei für die Bereiche Change- und Konfigurationsmanagement (+ 18%) und Problemmanagement (+ 15%) erwartet.
Die Management-Technologie Jazzey, die derzeit in Salzburg entwickelt wird, basiert vollständig auf Java und soll große heterogene Netze, Netzwerk-Hardware und Software verwalten. Der Vorteil von Java-Programmen besteht darin, dass sie plattformunabhängig und auf allen Systemen lauffähig sind, auf denen eine "Virtual Machine" installiert ist - und dies trifft für die Systeme aller namhaften Hersteller zu.
In einer ersten Version (Jazzey 1) liegt der Schwerpunkt in einer umfassenden Überwachungslösung, die ein frühzeitiges Erkennen von Problemen und Fehlern in Hardware, Software und Applikationen möglich macht. In einer zweiten Version (Jazzey 2) ist der Ausbau zu einem Framework geplant. Konventionelle Framework-Lösungen decken in der Regel die gesamte Palette des Systemmanagements ab, sind für große Unternehmen ausgelegt, aber schwierig zu implementieren und verlangen umfangreiche Vorausplanungen. Jazzey wirkt diesem Problem entgegen, indem es auch ohne massive organisatorische Anpassungen in kleinem Umfang benutzt und bei Bedarf rasch erweitert werden kann.
Der Startschuss für Jazzey war im Juni des Vorjahres durch einen Spin-Mitarbeiter gefallen, der mit der Entwicklung der Basisarchitektur begann. Anfängliche Finanzierungsprobleme wurden durch einen Direktzuschuss des Forschungsförderungsfonds, dem weitere Unterstützungen durch Stadt und Land Salzburg folgten, bereinigt. Bei der Suche nach geeigneten Mitarbeitern hatte Spin Glück. Denn die Salzburger Softwareentwickler residieren im Salzburger Techno-Z http://www.techno-z.at/ Tür an Tür mit dem Institut für Computerwissenschaften. Zu den Mitarbeitern zählen daher auch einige Studenten. Wesentlich schwieriger gestaltet sich dagegen, so Jazzey-Produktmanagerin Manuela Plößnig, die Suche nach geeignetem Vertriebspersonal, einer der wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markteintritt.
Nach 16monatiger Entwicklungszeit hat Jazzey nunmehr ein Stadium erreicht, das den Einsatz einer Beta-Release bei Kunden ermöglicht. Bis Ende dieses Jahres soll Jazzey 1 fertiggestellt sein. Die Entwicklung im kommenden Jahr wird sich dann auf die Erweiterung von Jazzey zum Framework konzentrieren.
Das Unternehmen:
Spin GmbH
Schillerstraße 30, 5020 Salzburg
Tel.: 0662 / 450846
Ansprechpartnerin: Manuela Plößnig, Norbert Hundsberger
Mitarbeiter: ca. 40
Umsatz (Plan 1999): ca. ATS 25 Millionen (Ende)
| Aussender: | ITTI: Informationstransfer für neue Technologien und Innovationen |
| Ansprechpartner: | Georg Panovsky |
| Tel.: | 01-4061522-46 |
| E-Mail: | panovsky@pressetext.at |
| Website: | www.fff.co.at/ |
