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pte19980219013 in Business

Superschneller Computer bei -196 Grad Celsius

Quanten-Technik revolutioniert Computertechnologie


Wien (pte) (pte013/19.02.1998/14:30)

Ein neuartiger Transistor, entwickelt vom Sandia National Laboratory http://www.sandia.gov in New Mexico könnte die Computertechnik revolutionieren. Der Transistor nutzt den quantenmechanischen "Tunneleffekt", bei dem Elektronen eine eigentlich unüberwindliche Energiebarriere bezwingen und das mit extremer Schnelligkeit.

Die einzige Hürde bis zur Serienreife: Noch funktioniert das Wunderbauteil nur bei -196 Grad Celsius, doch wird von dem Entwicklungsteam gerechnet, daß der Transistor im nächsten Jahr auch bei Raumtemperatur arbeitet. Der Transistor besteht aus zwei Schichten aus Gallium-Arsenid, die durch eine nur wenige Atome dicke Lage aus Aluminium-Gallim-Arsenid getrennt sind. Weil die Schicht so dünn ist, können die Elektronen sie "durchtunneln" und ohne Streuung, wie sie in den Kristallen normaler Transistoren auftritt, auf die andere Seite gelangen.

Ein funktionsfähiger Gallium-Arsenid-Transistor hätte vielfältige Vorteile gegenüber herkömmlichen Transistoren: Er ist zehnmal so schnell und führt eine Milliarde Operationen pro Sekunde aus und er verbraucht wesentlich weniger Strom. Die Anwendungsmöglichkeiten hierfür wären vielfältig: Der Transistor könnte in Satelliten eingesetzt werden, die viel weniger Strom verbrauchen würden als jetzt, oder als hochgenaues Meßgerät für Chemikalien oder infrarotes Licht. Auch in Computerchips könnte er Anwendung finden. Da er ein bißchen anders funktioniert als herkömmliche Transistoren, müßten die Chips allerdings komplett umgebaut werden. (Ende)
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