pte20070411025 in Leben
Studiengebühren und das Leistungsprinzip an deutschen Hochschulen
Studenten fordern mehr Mitsprache und Transparenz
Berlin (pte025/11.04.2007/12:25)
Die Hochschulen können nur so gut oder so schlecht sein wie ihre Professoren. Deutsche Universitäten reisen jedoch immer noch in den Waggons der Holzklasse. So lautet das Urteil der Bildungsexperten Uwe Kamenz und Martin Wehrle: "Vom Zug der Innovation, der durch andere Länder rattert, sehen wir nur die Schlusslichter", schreiben Kamenz und Wehrle in ihrem Opus "Professor Untat - Was ist faul hinter den Hochschulkulissen": "Dieselben Professoren, die ihre eigenen Vorlesungen an Assistenten delegieren, die Doktoranden in der Luft hängen lassen, deren Namen seit Jahrzehnten keine Publikation mehr ziert - diese Professoren haben offenbar alle Zeit der Welt, wenn sie auf eigene Rechnung arbeiten, während ihr staatliches und meist auch stattliches Gehalt weiterläuft. Wie sonst könnten so viele von ihnen 'nebenbei' eigene Firmen führen, Teilhaber von Kanzleien sein, in Aufsichtsräten sitzen, als Gutachter im Dauereinsatz sein und bei keiner Talkshow fehlen", fragen kritisch die beiden Buchautoren. Das Beamtenrecht bremse das Leistungsprinzip. Eine Abschaffung der Verbeamtung sei eine gute Idee - brauche allerdings einen Vorlauf von etwa dreißig Jahren.
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