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pte20190408022 Medien/Kommunikation, Computer/Telekommunikation

Starker Handy-Konsum für Kids unschädlich

Oxford-Wissenschaftler sehen keinen Zusammenhang zwischen Nutzungszeit und Wohlbefinden


Handy: Dauernutzung offenbar nicht schlecht (Foto: pixabay.com, Free-Photos)
Handy: Dauernutzung offenbar nicht schlecht (Foto: pixabay.com, Free-Photos)

Oxford (pte022/08.04.2019/13:30) - Die Nutzung mobiler Devices tagsüber und vor dem Schlafengehen ist für Jugendliche unbedenklich. Zu dem überraschenden Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung von Forschern der Oxford University http://ox.ac.uk . In Bezug auf die in vielen Studien mit gesundheitlichen Problemen in Verbindung gebrachte "Screen Time" sorgt die aktuelle Studie für einen Kontrapunkt. So entstehen Zweifel an der bisherigen Auffassung, dass Heranwachsende ihren Social-Media-, Gaming- und Fernsehkonsum einschränken sollten.

Umfassende Datenanalyse

Die Wissenschaftler haben zwischen 2011 und 2015 mehr als 17.000 britische und amerikanische Neun- bis 15-Jährige in Bezug auf ihre Screen Time und ihr Wohlbefinden untersucht. "Wir haben wenig Beweise für erhebliche negative Zusammenhänge zwischen dem Engagement auf dem digitalen Bildschirm und dem Wohlbefinden von Jugendlichen gefunden", unterstreicht Amy Orben von der Oxford University.

Ihr Team hat Daten aus drei Studien in Großbritannien, Irland und den USA gesammelt, in denen die Teilnehmer täglich Tagebücher ihrer Aktivitäten führten. Dabei wurde auch die Nutzungszeit der Devices einbezogen. Einige Experten warnen davor, dass die Studie möglicherweise nicht das Gesamtbild zeige und dass das, was Kinder sehen, genauso wichtig sei, wie wann und wie oft sie es sehen.

Inhalte sind entscheidend

"Die Studie untersucht, wie lange Kinder auf Bildschirme schauen, nicht aber, welche schädlichen Inhalte sie sehen könnten. Wir wissen, dass die Nutzungszeit nicht der Hauptgrund für psychische Erkrankungen ist, aber gefährliche Online-Inhalte können enorme Auswirkungen auf junge Menschen und ihre psychische Gesundheit haben", schildert Bernadka Dubicka vom Royal College of Psychiatrists http://rcpsych.ac.uk .

(Ende)
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