pts20010423030 in Business
Stadion Salzburg: Perfekte Sicherheit für Besucher und Akteure
Optimiertes Sicherheitskonzept macht Stadionräumung innerhalb von 6 Minuten möglich
Salzburg (pts030/23.04.2001/13:41)
"Eines der wichtigsten Konzepte für jedes (Fußball-)Stadion betrifft die Sicherheit von Besuchern und Akteuren. Beginnend bei den Zugängen, die auch kurzzeitigen Andrang verkraften müssen bis hin zur - hoffentlich nie notwendigen - Gesamträumung im Krisenfall", erklärt SWS-Geschäftsführer HR Dipl.-Ing. Alfred Denk. Die Fluchtwegräumung eines Fußball-Stadions muss laut UEFA-Vorschriften innerhalb von 8 Minuten (oder 480 Sekunden) möglich sein. Die Fluchtwegberechnung von Prof. Dipl.-Ing. Peter Gattermann vom Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS) mittels eines speziellen Simulationsprogramms hat ergeben, dass das neue Stadion Salzburg innerhalb von rund 6 Minuten (rund 360 Sekunden) komplett geräumt werden kann. Damit unterschreitet Salzburg die von der UEFA geforderten Werte um rund 25 Prozent. Durch die Rechenergebnisse wird nachweislich belegt, dass die Fluchtwegsituation im neuen Stadion Salzburg im Falle einer Gesamträumung selbst bei Maximalbelegung bedenkenlos ist. "Es wurde eine Gesamträumungszeit erzielt, die weit unter der geforderten Toleranzgrenze von 480 Sekunden liegt. Im Zuge der Fluchtwegräumung kommt es in diesem Stadion in keiner Situation zu kritischen Stauungen", so Prof. Dipl.-Ing. Peter Gattermann vom ÖISS.Optimiertes Sicherheitskonzept durch Simulationsergebnisse
Die bereits während der Planungsphase vom ÖISS durchgeführte Computersimulation hat im Rahmen des Anfang dieses Jahres durchgeführten Optimierungsverfahrens des Stadion Salzburg zu einer deutlichen Verbesserung der Fluchtwegsituation geführt. "Obwohl unser Simulationsprogramm keine Paniksituationen berücksichtigt, wurden die Berechnungen so lange optimiert, bis alle Risikopunkte und gefährliche Stauungen - also alle eventuellen Panikauslöser - bereinigt worden sind", erklärt Prof. Dipl.-Ing. Peter Gattermann die Berechnungen. HR Alfred Denk weiter: "Die Ergebnisse der Fluchtwegsimulation haben dazu geführt, dass sechs der neun Eingänge um 1,60 Meter auf 6,60 Meter verbreitert wurden und auf Stieghäuser bei den Ein- und Ausgängen komplett verzichtet wird. Ebenso wurden die Behindertenplätze vom Spielfeldrand auf den Umgang verlegt, um einen ebenerdigen Ein- und Ausgang zu ermöglichen". Mit Hilfe der durchgeführten Änderungen können sowohl Besucher als auch Akteure das Stadion noch rascher und sicherer innerhalb kürzester Zeit verlassen. Die SWS - Stadion-Planungs- und Errichtungsgesellschaft konnte auch noch einen weiteren Erfolg an einer "Nebenfront" beim Verwaltungsgerichtshof landen: Die von zwei Stadion-Gegnern eingebrachte Beschwerde gegen das veranstaltungsbehördliche Verfahren wurde in letzter Instanz vom Verwaltungsgerichtshof abgewiesen.
Bewusster Verzicht auf die Errichtung von Zäunen
Seitens der SWS - Stadion-Planungs- und Errichtungsgesellschaft wurden bereits im jetzigen Planungsstand alle Aspekte der Sicherheit berücksichtigt und gemeinsam mit Experten und Fan-Vertretern ein vollständiges Sicherheitskonzept ausgearbeitet. "Der Gästesektor wird künftig auf der Nordtribüne untergebracht werden. Dadurch können wir die gegnerischen Fans direkt und ohne Komplikationen vom Busparkplatz und von der künftigen Bahnanschluss-Stelle Liefering ins Stadion und wieder zurückbringen", erklärt Mag. Wolfgang Becker. Weiters wird von der SWS - Stadion-Planungs- und Errichtungsgesellschaft bewusst auf die Errichtung von Zäunen verzichtet. Diese Maßnahme wird nicht nur vom schottischen UEFA-Stadionbeauftragten Ernest Walker sondern auch vom Österreichischen Fußballbund befürwortet und wurde mit diesem auch abgesprochen. "Der Verzicht auf Zäune hat sich auch in vielen anderen Stadien Europas bewährt. Wir vertrauen auf die Disziplin der Fußballfans und diese werden uns ein barrierefreies Stadion mit toller Stimmung danken", sagt SWS-Geschäftsführer HR Dipl.-Ing. Denk. Falls notwendig können aber im neuen Stadion Salzburg jederzeit Steckzäune errichtet werden.
Temporäre Stadionerweiterung jederzeit möglich
Salzburg ist eine fixe Größe in den Planungen des Österreichischen Fußball-Bundes, sowohl was Länderspiele betrifft als auch die gemeinsame EM-Bewerbung Österreichs und der Schweiz 2008. Dies bestätigte auch ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig bei seinem Lokalaugenschein im Februar dieses Jahres. "Wir wären EM-Fixstarter und könnten jederzeit für die Dauer der Europameisterschaft von derzeit geplanten 17.260 Sitzplätzen auf die von der UEFA geforderten 30.300 Sitzplätzen vergrößern. Hierfür wird an allen vier Seiten eine Zusatztribüne aus verschraubten Stahlträgerelementen errichtet und die Dachkonstruktion angehoben", so SWS-Geschäftsführer HR Alfred Denk zur technischen Machbarkeit. Die Stahlträgerkonstruktion würde nur für die Dauer der Europameisterschaft 2008 errichtet und anschließend wieder demontiert werden. Darüber hinaus könnte die Zusatztribüne bei anderen Stadien für andere Anlässe in Österreich wiederverwendet werden. Mag. Wolfgang Becker"Wir sind EM-bereit und könnten im Fall der Fälle während der 4 Wochen Fußball-Europameisterschaft 2008 eine professionelle Abwicklung mit einem perfekten Sicherheitskonzept in Salzburg garantieren."
Weitere Informationen und Bilder finden Sie auch unter www.stadion.at zum Download! (Ende)
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