pte20090305032 in Business
Staatshilfen: Finanzchefs orten Bumerang-Effekt
Wirtschaft droht wegen Kapitalspritzen-Abhängigkeit zweite tiefe Rezession
Durham/Tilburg (pte032/05.03.2009/13:33)
Finanzexperten haben in den Rettungspaketen der Regierungen Gefahren geortet, die die Wirtschaft in den USA und Europa in noch größerem Ausmaß bedrohen als die Auswüchse der aktuellen Finanzkrise. Aufgrund der zunehmenden Abhängigkeit der Unternehmen sowie der Konjunktur von staatlichen Kapitalspritzen könne der jetzigen Rezession ein zweiter noch tieferer Abschwung folgen. Die Rettungsmaßnahmen würden bei vielen Begünstigten ein Verhalten nach "Hängematten-Prinzip" auslösen und in den Märkten zu wenig greifen. Aus eigenen Kräften seien die Unternehmen daher nach Überwindung der globalen Krise nicht in der Lage, die gestützten Strukturen aufrecht zu erhalten. Zudem dürften die Mittel der Staaten bei einer weiterhin derart großzügigen Kapitalverteilung nach der Rezession aufgebraucht sein. Zu einer neuerlichen großen Rettungsaktion seien sie daher nicht mehr in der Lage, weshalb ein zweiter Abschwung noch schwerwiegender ausfallen könne als dieser. In den Finanzspritzen der Regierungen stecke damit ein Bumerang-Effekt. Der Wirtschaft sei dadurch lediglich ein Aufschub gewährt.
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