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pte20190311004 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle

Songtexte: Pop so gewalttätig wie Rap

Vermeintlich freundliche Klänge täuschen auch über teils große Frauenfeindlichkeit hinweg


Popkonzert: Texte sind oft härter als der Sound (Foto: Free-Photos, pixabay.com)
Popkonzert: Texte sind oft härter als der Sound (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Columbia (pte004/11.03.2019/06:15) - Die bei vielen Teens so beliebte Popmusik klingt vielleicht freundlich, doch die Songtexte sind es oft nicht. Vielmehr gibt es in den Texten genauso viel Gewaltinhalte wie bei Rap oder Hip-Hop, so Forscher der University of Missouri http://missouri.edu . Das hat eine Untersuchung von über 400 Songs aus den "Billboard"-Charts der Jahre 2006 bis 2016 ergeben. Auch frauenfeindliche Inhalte sind demnach im Pop durchaus verbreitet - aber vielleicht nicht so leicht auszumachen wie etwa in harten Gangsta-Raps.

Fröhliche Verschleierung

"Im Gegensatz zu Rap oder Hip-Hop tendiert Pop-Musik zu einem fröhlichen, erhebenden Sound, der Hörer reinziehen soll. Doch das kann problematisch sein, wenn die Texte hinter dem Klang Gewalt und misogynes Verhalten fördern", meint Cynthia Frisby, Professorin an der Missouri School of Journalism. Und das ist der Studie zufolge doch recht oft der Fall. Als Beispiele führt die Universität in einer Aussendung unter anderem "Wake Up Call" von Marron 5 und "Hollaback Girl" von Gewn Stefani an. In ersterem Song erschießt der Protagonist den Lover seiner Freundin, während letzterer eigentlich von einer physischhen Auseinandersetzung zwischen Mädchen handelt.

Zwar stehen laut der Untersuchung die oft kritisierten Genres Rap und Hip-Hop tatsächlich an der Spitze, was Kraftausdrücke, Gewalt und Frauenfeindlichkeit betrifft. Doch speziell Gewalt propagiert Pop demnach eigentlich in einem vergleichbaren Ausmaß. Frisby hat auch festgestellt, dass fast ein Drittel der populären Songs im Text Frauen herabwürdigt, indem diese als unterwürfig oder sexuell objektifiziert dargestellt werden. Das wohl unbedenklichste Musikgenre ist der Studie nach Country, denn hier gibt es die wenigsten gewalttätigen oder frauenfeindlichen Textinhalte.

Auf Texte stärker eingehen

Eltern rät die Professorin, Texte mit Kindern genauer unter die Lupe zu nehmen."Fragen Sie Ihre Töchter und Söhne, welche Songs sie gerne hören, und sprechen sie darüber, wie das ihre Identität beeinflussen mag", so Frisby. Beispielsweise gäbe es viele Songs, die Mädchen den Eindruck vermitteln könnten, dass sie provokant aussehen und sich auch so verhalten sollten, um Jungs zu gefallen. "Wenn Kinder und Teens verstehen, dass das, was sie hören, kein gesundes Verhalten ist, stellen sie vielleicht eher infrage, was sie im Radio hören."

(Ende)
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