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pts20000623027 in Business

Softwareverkauf via Internet wird sich bis 2005 verfünffachen

Business Software Alliance präsentiert politischen Aktionskatalog gegen Internetpiraterie


Brüssel (pts027/23.06.2000/15:46)

Im Jahr 2005 werden 66% der Software via Internet verkauft und geliefert - aktuell sind es gerade einmal 12%. Das prognostiziert der Industrieverband Business Software Alliance (BSA) und stellte vor diesem Hintergrund heute in Brüssel einen politischen Aktionskatalog gegen Internetpiraterie vor. Dabei appellierte der Softwareverband erneut an die EU und ihre Mitgliedsstaaten, mehr für den Urheberschutz zu tun, um das Wachstumspotential von Internet und E-Commerce zu fördern.

Das rasante Wachstum des Internet und die kontinuierlich steigende Zahl an Online-Anwendern hat ein neues Wirtschaftspotential geschaffen, das vor einigen Jahren noch undenkbar war. In den letzten Jahren ist die Zahl der Internet-Sites jährlich um 61% gestiegen und wird aktuell auf rund 72 Millionen geschätzt.
Die Software-Industrie rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einem Marktzuwachs von 17,3% pro Jahr im Bereich der Paketsoftware. Bis zum Jahr 2005 - so die Erwartungen - werden 66% dieser Standardanwendungen via Internet verkauft und ausgeliefert.

Allerdings sieht die Industrie ihre Zukunft durch die steigende Internetpiraterie bedroht. 1999 lag der Anteil illegal kopierter und gefälschter Standardsoftware in Westeuropa bei 34% und verursachte einen Schaden von knapp 6,9 Mrd Mark (3,63 Mrd Dollar).
Die Anonymität und globale Struktur des Internet, die eine Strafverfolgung erheblich erschwert, hat dazu geführt, dass kriminelle Aktivitäten zunehmend ins Netz verlagert werden. Gerade die Softwarepiraterie im und via Internet hat in den vergangenen Monaten explosionsartig zugenommen: Im Januar 1999 identifizierte die BSA im deutschsprachigen Internet 9912 Verweise auf illegale Softwareangebote - sogenannte 'warez' -, im Januar diesen Jahres waren es bereits 30050.

BSA präsentiert Forderungskatalog

Im Interesse eines sicheren, legalen und prosperierenden Internet präsentierte die BSA heute einen politischen Forderungskatalog und mahnte bei der Welthandelsorganisation (WTO), der EU sowie den Mitgliedsstaaten mehr Aufmerksamkeit für das Problem Softwarepiraterie an, um das Wachstumspotential der Software-Industrie zu erhalten:

1. Beseitigung von Softwarepiraterie und -fälschung durch
- Implementierung höherer Strafen und größerer Spielräume für zivile Scha- densersatzforderungen
- Koordination der Piraterieverfolgung auf Europa-Ebene
- verstärktes Engagement gegen Produzenten illegaler CDs, CD-ROMs und DVDs
Berücksichtigung des Urheberschutzes bei den EU-Beitrittsverhandlungen.

2. Stärkung des Urheberschutzes im Internet durch
- spezielle Regelungen zu temporären Kopien (Stichwort: Application Service Provider)
- strenge, aber praktikable technische Schutzmechanismen
- Beibehaltung der Ausnahmeregelungen aus der Software-Direktive
- Ablehnung von Rundfunkgebühren für PCs
- prompte Ratifizierung der WIPO Copyright-Abkommen (World Intellectual Property Organisation).

3. Förderung von Sicherheit, Schutz und Vertrauen in E-Commerce durch
- politische Initiativen, die der allgemeinen Verfügbarkeit von Verschlüsselungslösungen dienen
- Abschaffung von Restriktionen bei der Verbreitung von Verschlüsselungs- mechanismen
- Ausschluss eines obligatorischen "key escrow" - Anmerkung: Einige Regierungen dringen darauf, dass ihnen Verschlüsselungstechniken offengelegt werden, damit Regierungsbehörden Daten aus dem Internet entschlüsseln können.
- Förderung flexibler Regelungen für elektronische Unterschriften.

4. WTO: Beseitigung von Handelsbeschränkungen durch
- die Übereinkunft, Softwaredistribution nicht als Dienstleistung zu klassifizieren
- die Zusage, keine Steuern auf elektronische Transaktionen zu erheben
- unbedingte Einhaltung der TRIPS-Regelungen zum Schutz geistigen Eigentums (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights).

"Die Software-Industrie ist ein wichtiger Motor für die europäische Wirtschaft. Politische Regelungen, die diese Industrie betreffen, können negative Auswirkungen auf das zukünftige Wachstum haben", kommentiert Marie-Thérèse Huppertz, Vorsitzende des BSA Europe Policy Committee. "Entscheidungen, die heute getroffen werden, haben einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Innovationskraft. Sie können das Wirtschaftswachstum in Europa über Jahre hinweg sichern oder in Frage stellen."

Europa-Parlament fordert strengere Maßnahmen gegen Piraterie
In diesem Zusammenhang begrüßte die BSA das einstimmige Votum (504:0) des Europa-Parlaments zum Copyright-Grünbuch der Europäischen Kommission. Der Bericht des Parlaments, der am 4. Mai verabschiedet wurde, fordert zahlreiche Maßnahmen gegen Piraterie und Fälschungen, darunter höhere Strafen, eine konsequentere Verfolgung, grenzüberschreitende Koordination unter den Mitgliedsstaaten in der Strafverfolgung sowie entsprechende Regelungen mit potenziellen Beitrittsländern und nicht zuletzt mehr Aufmerksamkeit für das steigende Problem illegaler CD-Produktionen.

Sie haben Fragen oder Hinweise auf illegale Software? Wenden Sie sich an unsere gebührenfreie Hotline - Rufnummer 0800 - 17 18 010.

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Informationen zur BSA
Seit 1988 setzt sich der internationale Interessenverband Business Software Alliance (BSA) weltweit für den Schutz von Software als geistiges Eigentum ein. Ziel der BSA ist es, sowohl mit Aufklärungsprogrammen als auch gezielten Strafanträgen der betroffenen Herstellerfirmen, das weltweit grosse Volumen an raubkopierter Software einzudämmen. In diesem Zusammenhang unterstützt der Verband die weltweite Harmonisierung entsprechender Gesetze im Interesse eines freien Technologiehandels.

Weltweite Mitglieder der BSA sind Adobe Systems, Apple Computer, Autodesk, Bentley Sys-tems, CNC Software, Compaq, Corel, IBM, Intel, Intuit, Lotus Development, Macromedia, Microsoft, Network Associates, Novell, Sybase, Symantec und Walker Digital (priceline.com).
Deutsche Mitglieder der BSA sind: Adobe Systems, Apple Computer, Autodesk, Corel, Macromedia, Microsoft und Symantec.
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