pte20000203030 in Forschung
Smartcard statt Personalausweis
Finnland verwirklicht digitale Identität
Helsinki (pte030/03.02.2000/15:09)
In Finnland kann seit einigen Tagen ein Personalausweis auch in digitaler Form als "Smartcard" beantragt werden. Die Karte ermöglicht laut Herstellerfirma ICL http://www.icl.fi/icl/english/icl99/index.htm über fünf Millionen Finnen eine Kommunikation mit Behörden, Banken oder E-Commerce-Sites. Die von ICL zur Verfügung gestellte Infrastruktur zur Autorisierung der digitalen Transaktion ermögliche sichere Verbindungen via Internet.In Finnland sei ein Bürger wie in anderen europäischen Staaten auch verpflichtet, einen Adressenwechsel umgehend den Behörden bekannt zu geben. Mit der neuen Smartcard könne der Finne diese Aufgabe nun ohne lästige Behördenwege erledigen. Mit dem Ausweis ließen sich auch Bankgeschäfte erledigen. ICL steht nach eigenen Angaben bereits mit zahlreichen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Institutionen und Unternehmungen in Verhandlung, um die Einsatzmöglichkeiten der Karte auszubauen.
Kritiker monieren, dass mit der Einführung kombinierter Karten eine lückenlose Überwachung der Bürger möglich werde. Wenn persönliche Daten nahezu unkontrollierbar und für den Benutzer kaum nachvollziehbar abgerufen und benutzt werden können, würden Grundrechte der Bürger verletzt. Esa Tihilä, Direktor bei ICL sieht es entspannter: "Die gesamte finnische Gesellschaft verarbeitet jeden Tag rund 10 Millionen Adressen. Fehler bei der Informationsübermittlung kosteten die Regierung in der Vergangenheit mehrere hundert Millionen finnische Mark. Durch zentralisierte und aktuelle Aresseninformationen bietet das neue System Behörden und Drittanbietern endlich die Möglichkeit, dieser Geldverschwendung ein Ende zu bereiten." (iworld) (Ende)
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