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pts20211213022 Politik/Recht, Umwelt/Energie

Sharkproject: Tierschutzorganisationen sammeln Stimmen für StopFinningEU

EU-Bürgerinitiative fordert Verbot von Haiflossenhandel - 420.000 Unterschriften bereits gesammelt


Wien (pts022/13.12.2021/13:00) - Die gemeinnützige Artenschutzorganisation Sharkproject sammelte bei einer Info-Aktion am Flughafen Wien gemeinsam mit Sea Shepherd, VGT & der Influencerin Sandy P. Peng Unterschriften für die EU-Bürgerinitiative "Stop Finning - Stop the Trade". Ziel der Initiative ist es, die "Fins Naturally Attached"-Verordnung zu erweitern und so den kompletten Import, Transit & Export loser Flossen zu verbieten. Insgesamt müssen für den Erfolg von StopFinningEU in der ganzen Europäischen Union eine Million Stimmen gesammelt werden - bis zum 31. Jänner 2022 kann man noch auf der Website der EU https://eci.ec.europa.eu/012/public/#/screen/home unterschreiben. In Österreich haben bereits über 10.000 Menschen ihre Stimme abgegeben.

"Mit Ihrer Stimme tragen Sie dazu bei, dass das sinnlose Haisterben endlich aufhört. Haie werden nach wie vor meist nur wegen ihrer Flossen brutal geschlachtet. Die Flossen gelangen dann nach Asien und werden dort, in Form von Suppen, verspeist. Durch das Töten der Haie gerät das Ökosystem der Meere ins Wanken. Das führt in Folge zum Aussterben vieler weiterer Arten. Mit dieser EU-Bürgerinitiative können wir dem einen Riegel vorschieben - denn sterben die Haie, sterben die Meere", sagt Herbert Futterknecht, Vorsitzender von Sharkproject Austria.

"Ich unterstütze die Europäische Bürgerinitiative 'Stop Finning - Stop the Trade', weil das sinnlose Abschlachten der Haie durch die EU beendet werden muss. Jährlich fängt die EU gut 112.000 Tonnen Haifische und sie exportiert pro Jahr circa 3.500 Tonnen - dies sind 3,5 Millionen Kilogramm! - Haiflossen nach Südostasien. Für eine Suppe, die teuer und damit ein reines Prestigeprodukt ist, wie es auch Pelze sind. Was wir fordern? Eine Gesetzesänderung, um diesen Handel zu beenden und dem Artenschutz einen Schritt entgegenzukommen. Dies geht uns alle an, da wir alle von gesunden Ozeanen abhängig sind - über 50 Prozent unseres Sauerstoffs kommen aus dem Meer", sagt VGT-Mitarbeiterin & Tierschutzaktivistin Sandy P. Peng.

Die EU - als weltweit größte Haifangnation (Traffic Report 2019) - ist Teil des grausamen und profitablen Haiflossengeschäfts, das jedes Jahr Millionen von Haien das Leben kostet. Dieses Haiflossenbusiness trägt stark dazu bei, dass bereits über ein Drittel aller Hai Arten auf der IUCN Roten Liste als mindestens "vom Aussterben bedroht" eingestuft ist. Somit stehen unseren Weltmeeren verheerende Folgen bevor, die nicht nur deren Lebewesen betreffen, sondern uns alle.

Die Flossen müssen zwar in der EU seit der 2013 in Kraft getretenen "Fins Naturally Attached"-Regulierung mit dem Haikörper angelandet werden (Kontrollen sind aber leider nur wenige vorhanden), die losen Flossen werden aber dennoch in großen Mengen nach Asien exportiert. Dort werden sie als Delikatesse in Haifischflossen-Suppe oder als Allheilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Außerdem dient die EU auch als zentraler Umschlagsplatz für Flossen aus der gesamten Welt.

Über Sharkproject
Sharkproject ist eine im Jahr 2002 gegründete Artenschutzorganisation, die sich für die über 500 Haiarten und das marine Ökosystem einsetzt mit der Vision weltweit intakter Haipopulationen. Sharkproject engagiert sich weltweit für Schutzmaßnahmen, fördert wissenschaftliche Projekte und klärt über die Bedeutung von Haien und den Lebensraum Meer auf. Alle Mitarbeitenden arbeiten ehrenamtlich. Alle Spendengelder kommen direkt Haischutz-Projekten und der damit verbundenen Bildungs- und Informationsarbeit zugute. Neben der Dachorganisation Sharkproject International existieren derzeit Landesorganisationen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie Botschaften in der Slowakei, Tschechischen Republik und in Angola.

Sharkproject International und auch die Landesorganisationen in Deutschland und Österreich sind Vollmitglieder der International Union for Conservation of Nature (IUCN), dem weltweit größten Netzwerk für Umwelt- und Artenschutz. Des Weiteren arbeitet Sharkproject auf nationaler und internationaler Ebene eng mit vielen anderen Meeresschutzorganisationen zusammen und ist Mitglied beim NGO Tuna Forum, bei Rise Up, One Ocean, Make Stewardship Count und vielen anderen internationalen Koalitionen. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.sharkproject.org und im Pressebereich unter https://www.sharkproject.org/presse

(Ende)
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