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pte20190711003 Unternehmen/Finanzen, Forschung/Technologie

Self-made-Teams verstärken Gender-Pay-Gap

Forscher warnen vor dem Aufbrechen klassischer Managementstrukturen


Trend: Kleine, autonome Arbeitsgruppen (Foto: pixabay.com, Free-Photos)
Trend: Kleine, autonome Arbeitsgruppen (Foto: pixabay.com, Free-Photos)

St. Louis (pte003/11.07.2019/06:10) - Der zunehmende Trend hin zu kleineren Gruppen von Mitarbeitern, die unter reduzierter oder gar keiner Supervision autonom an einem gemeinsamen Projekt arbeiten, verstärkt das Gender-Pay-Gap. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Olin Business School der Washington University http://olin.wustl.edu/ , die Unternehmen davor warnt, ihre klassische hierarchische Managementstruktur zu Gunsten sogenannter "Self-made-Teams" aufzubrechen. In diesen würden Frauen nämlich im Schnitt um 24 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, so die Wissenschaftler.

Signifikantes Ungleichheitsproblem

"Self-made-Teams sollen die Produktivität steigern, mehr Flexibilität bringen, jüngere Menschen anziehen und die Kreativität erhöhen", heißt es von den Experten der Olin Business School. Viele namhafte große Firmen wie Facebook oder Google hätten ihre Strukturen bereits entsprechend umgestellt. "Eigentlich ist das aber gar nicht so toll, wie viele meinen", stellt Lamar Pierce, Professor im Bereich Organisation und Strategie, klar. Denn innerhalb dieser Arbeitsgruppen bestehe oft ein signifikantes Ungleichheitsproblem.

"Frauen erhalten durchwegs Gehälter, die ihrem Level an Produktivität im Team nicht gerecht werden, während Männer konsequent überkompensiert werden", erklärt der Wissenschaftler. Dabei sollten Self-made-Teams vom Prinzip her so angelegt sein, dass ihre Mitglieder idealerweise auf Basis ihres persönlichen Beitrags entlohnt werden. "Die Praxis zeigt, dass es klare Regeln braucht. Dann können auch diese Teams gut funktionieren", betont Pierce. Zum Beispiel sollte schon zum Start eines Projekts klar feststehen, wer welche Aufgaben und Belohnungen zugesprochen bekommen kann.

Chinesische Schönheitssalons

Pierce und seine Kollegen Dennis Zhang und Laura Wang haben 50 Monate lang Self-made-Teams in einer chinesischen Handelskette mit insgesamt 32 Schönheitssalons und 932 Mitarbeitern begleitet und dabei die jeweilige individuelle Produktivität und Bezahlung unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Männer konnten sich zu jeder Zeit über deutlich bessere Gehälter freuen als ihre weiblichen Kolleginnen, obwohl sie objektiv betrachtet keine produktiveren Leistungen erbracht hatten.

Das Gender-Pay-Gap zwischen Männern und Frauen, das im Durchschnitt 24 Prozent betrug, fiel dabei größer aus als bei klassischen hierarchischen Managementstrukturen, die in einer Studie aus dem Jahr 2005 in Asien mit zehn Prozent beziffert worden ist. "Unsere Ergebnisse haben nicht für Asien Gültigkeit. Die gleichen Dynamiken kann man etwa auch im Silicon Valley oder in der akademischen Welt beobachten", meint Pierce.

(Ende)
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