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pte20191129004 Bildung/Karriere, Unternehmen/Wirtschaft

Schummler an der Uni betrügen auch im Beruf

Toleranz für unethisches Verhalten fließt auch in die Karriere - Neigung darf nicht belohnt werden


Betrug: Verhalten an der Uni fließt in den Job (Foto: pixabay.com, tswedensky)
Betrug: Verhalten an der Uni fließt in den Job (Foto: pixabay.com, tswedensky)

San Marco/San Francisco (pte004/29.11.2019/06:15) - Menschen, die im Studium geschummelt haben, neigen auch als Erwachsene an ihrem Arbeitsplatz dazu. Laut einer Studie der California State University San Marco http://csusm.edu und der San Francisco State University http://sfsu.edu darf es jungen Menschen nicht erlaubt werden, nur durch Betrug zum Ziel zu kommen, weil sie sonst in ihrem späteren Berufsleben keine Skrupel bei unethischem Verhalten haben werden.

"Wenn Studenten glauben, dass es in Ordnung ist, bei Prüfungen zu schummeln, wird diese Haltung unglücklicherweise auch in die Konferenzräume von Unternehmen wandern", gibt Foo Nin Ho, Professor an der San Francisco State University und Koautor der Studie, zu bedenken.

"Zweck heiligt die Mittel"

Die Forscher führten eine Umfrage bei 250 Marketing-Studenten durch. Sie sollten angeben, wie sehr sie Aussagen wie "Es ist Betrug, andere Studenten zu fragen, was in einer Prüfung gefragt wird" und "In einem Unternehmen heiligt der Zweck die Mittel" zustimmen. Es zeigte sich, dass die Studenten, die tolerant gegenüber Schummeln im Studium sind, kein Problem mit unethischem Verhalten im Unternehmen haben.

Um die Gründe für diese Einstellung zu ermitteln, griffen die Forscher auf eine frühere Studie zurück, laut der ethische Entscheidungen durch die beiden Charakterzüge Individualismus, also eine Orientierung auf sich selbst, und Kollektivismus, eine Orientierung an der Gruppe, bestimmt werden. Diese Charakterzüge analysierten sie bei den Befragten.

Betrug für Gruppenzusammenhalt

Es stellte sich heraus, dass vor allem an Gruppen orientierte Studenten zu unethischem Verhalten neigen. Das liege daran, dass ihnen der Zusammenhalt der Gruppe wichtiger sei als das Befolgen der Regeln. "Um ihr Gesicht zu wahren, könnten sie schummeln, damit die ganze Gruppe Erfolg hat. Sie verraten einander auch nicht, weil das die Gruppe schlecht aussehen lassen würde", erklärt Glen Brodowsky, Professor an der California State University San Marco und Hauptautor der Studie.

Jedoch würde eine individualistische oder kollektivistische Einstellung noch nicht festlegen, ob ein Student zum Schummeln neigt. Laut den Forschern müssen Professoren deutlich machen, dass unethisches Verhalten nicht belohnt wird und dass es sich auszahlt, sich an die Regeln zu halten.

(Ende)
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