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pte19980118008 in Business

Schürfverbot für die Antarktis in Kraft getreten

Naturreservat für Frieden und Wissenschaft für mindestens 50 Jahre


Madrid (pte) (pte008/18.01.1998/14:10)

Nach fast sieben Jahren wurde diese Woche das Madrider Protokoll zum Schutz der Antarktis ratifiziert. Es verbietet auf 50 Jahre jegliche Nutzung der Bodenschätze in dieser weltweit am wenigsten belasteten Region. Von den insgesamt 26 Unterzeichnerstaaten, die Forschung im ewigen Eis betreiben, machte zuletzt Japan den Weg frei. Für Iain Reddish von der Umweltorganisation Greenpeace, die über zehn Jahre für dieses Schürfverbot gekämpft hat, stellt es das weltweit progessivste Umweltschutzabkommen dar.

Die Antarktis bedeckt zehn Prozent der Erdoberfläche und speichert im Eis 70 Prozent des Süßwassers der Erde. Laut dem Madrider Protokoll soll der Kontinent ein "Naturreservat für Frieden und Wissenschaft" bilden. Tatsächlich werden die Arbeiten der 30 bis 40 Forschungsstationen durch das Protokoll nicht behindert, jedoch soll der Zugang für Touristen möglichst beschränkt werden.

Allein für 1998 werden etwa 10.000 Besucher erwartet. Deswegen müsse man sich nach Reddish bewußt sein, daß es sich um ein enorm labiles Ökosystem handelt: "Ein Fußabdruck kann leicht 10 Jahre lang sichtbar bleiben." Das Interesse an den Bodenschätzen in der Antarktis wuchs vor allem nach der Ölkrise in den 70er Jahren. Experten vermuten unter der Eisdecke riesige Vorräte an Eröl, Gas und Mineralien. Nach frühestens 50 Jahren kann das Schutzabkommen wieder aufgehoben werden. [Quelle: ABCNews] (Ende)
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