pte20000914057 in Leben
Schönheits-Chirurgie in Österreich boomt
Qualität des Arztes ist sehr wichtig - Gefährliche Substanzen im Einsatz
Wien/Innsbruck (pte057/14.09.2000/17:39)
Die Tendenz sich Nase, Bauch, Falten und sonstige Körperteile durch plastische Chirurgie so zu verändern, wie jeder einzelne es sich vorstellt, ist stark steigend. "Das dürfte wohl daran liegen, dass die Menschen mehr Mut haben, diesen Schritt zu unternehmen", sagte Karl Hasenöhrl, plastischer Chirurg der Beautyfarm Haus Dr. Hasenöhrl http://www.perfectbeauty.at zu pressetext.austria.Im Prinzip ist es heute möglich fast alles zu verändern, so der Chirurg. Alle Patienten müssen jedoch die Kosten selbst tragen. Kleine Eingriffe kosten 6.000 Schilling und reichen bis 90.000 Schilling für operative Schritte. Die genaue Zahl der Personen, die sich plastisch-chirurgischen Eingriffen unterziehe, könne er nicht nennen, da die Dunkelziffer recht hoch sei. "Es gibt viele nicht fachlich qualifizierte Kollegen", so Hasenöhrl. Er selbst war sechs Jahre lang als Oberarzt am LKH Innsbruck in der plastischen Chirurgie tätig.
Die Qualität des Arztes sei sehr wichtig, da es auch zu Komplikationen kommen kann. In seiner eigenen Beautyfarm steht bis zur Intubation und Reanimation alles zur Verfügung. Das sei auch deshalb wichtig, weil zum Teil auch gefährliche Substanzen zum Einsatz kommen. Eines dieser Medikamente ist Botox (Botolinum Toxin), eine der giftigsten Substanzen, wie Max Wellan, Vizepräsident der Wiener Apothekerkammer, meint. Die Substanz blockiert das Signal vom Nerv zum Organ und wird daher für neuromuskuläre Behandlungen wie beim Morbus Parkinson und in der Augenheilkunde verwendet. Die Dosierung müsse exakt vorgenommen werden, da diese Substanz, die ein Bakterienprodukt ist, gefährliche Nebenwirkungen habe.
"Botox wird in homöopathischen Dosen verwendet", so Hasenöhrl. Außerdem werde dieses Medikament nur bei wirklich schwierigen Fällen verwendet. "Dazu gehören zum Beispiel Patienten, die schon bei Zimmertemperatur stark zu schwitzen beginnen", so Hasenöhrl. Dass diese Methode auch auf heftige Kritik stößt, scheint klar zu sein. "Botox ist die Ultima Ratio", sagte Andreas Bayer, Konsiliararzt am Krankenhaus Rudolfiner Haus in Wien. Wenn Patienten unter einem extremen Schweissproblem leiden, müssen zuerst alle Umweltfaktoren ausgeschaltet werden, dann sollte versucht werden durch Aluminiumsalze und andere natürliche Wirkstoffe die Schweissproduktion zu unterdrücken." Überlegenswert sei auch eine Psychotherapie oder eine Jontophorese, eine elektrische Behandlung. Sollten diese Varianten zu keinem Ergebnis führen, könne über andere Methoden nachgedacht werden, so Bayer. (Ende)
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