pte20000913063 in Leben
Salmonellen in Fast-Food: Masseninfektion in Großbritannien
Britische Forscher erforschen "Schnelles Essen" - Asthma durch Fast-Food
London/Aberdeen (pte063/13.09.2000/18:27)
Der Ausbruch einer Salmonellen-Epidemie unter Jugendlichen hält Großbritannien derzeit in Atem. Höchstwahrscheinlich haben sich die 333 Betroffenen, einer von ihnen ist bereits gestorben, bei billigen Fast-Food-Lokalen die Salmonellen, die gegen alle Antibiotika resistent sind, geholt. Das berichtete die britische Tageszeitung Daily Telegraph."Es ist derzeit noch zu früh über die Herkunft der Salmonellen zu sprechen", sagte Angus Nicoll, Direktor des Communicable Disease Center in London. "Die Art wie das Essen heutzutage vertrieben wird, fördert die schnelle und große Ausbreitung der Infektion." Anhand der Altersgruppe sei anzunehmen, dass die Ursache bei Fast-Food oder breit verteiltem Essen liegen müsse. Es sei eher nicht anzunehmen, dass die großen Fast-Food-Ketten davon betroffen sind. Jedenfalls gebe es in diesem Jahr, so das Public Health Laboratory Service (PHLS), drei Mal so viele Salmonellen-Erkrankungen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres http://www.phls.co.uk/news/bulletins/000908id.htm#2 .
Das PHLS arbeitet derzeit mit lokalen öffentlichen Gesundheitsstellen zusammen, um die Ursache der Salmonellen-Erkrankung zu finden. Auch die regionale Verbreitung des Salmonellen-Stamms Typhimurium DT104 wird dabei untersucht. In der Zwischenzeit trat dieser Stamm in England, Wales und Nordirland auf. Mehr als ein Drittel der Fälle wurden aus den West-Midlands gemeldet.
Nicholl berichtete, dass bereits sieben Jugendliche im Krankenhaus behandelt werden mussten, zwei davon mit Blutvergiftungen. Ein Jugendlicher starb an den Folgen der Blutvergiftung. "Das passiert eigentlich relativ selten, doch wenn solche Komplikationen auftreten, treffen sie den Patienten in voller Härte", so Nicolls. Der Salmonellen-Stamm DT104 sei zwar bekannt, es gebe aber kein bekanntes Arzneimittel dagegen.
Eine andere Studie aus Aberdeen, die in der Zeitschrift "Ärztliche Praxis" zitiert wird, stellt Fastfood und Tiefkühlnahrung ebenfalls ein schlechtes Zeugnis aus: Kinder, die mit einseitiger Junk-Food-Ernährung aufwachsen, hätten ein dreimal so hohes Risiko an Asthma zu erkranken als eine Vergleichsgruppe mit ausgewogenere Ernährung. Nach den Ergebnissen sei die Asthma-Häufigkeit in den vergangenen 30 Jahren in dem Maße angestiegen, wie der Anteil an Obst und Gemüse in der Nahrung zurückging.
Weitere Informationen: http://www.telegraph.co.uk:80/et?ac=003451337001289&rtmo=pIUl1Q3e&atmo=gggggg3K&pg=/et/00/9/12/nbug12.html (Ende)
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