pts19991011011 in Business
Rot-weiß-rote Kompetenz in Sachen Information und Kommunikation
Siemens Österreich zur Telecom 99 in Genf
Genf (pts011/11.10.1999/11:00)
Das Arbeitsgebiet Information and Communications (IC) der Siemens AG Österreich erzielte im Geschäftsjahr 1998/99 (1.10.1998 bis 30.9.1999) einen Umsatz von deutlich über 14 Mrd. ATS (1,02 Mrd. Euro). Mobilfunknetze und Handys, Corporate Networks und das neu entwickelte Mittelstands-Call Center sind die Motoren der positiven Geschäftsentwicklung. In Österreich arbeiten mehr als 2.100 Mitarbeiter in den Bereichen Netze, Dienstleistungen und Produkte.Eduard Uhl, Vorstand für das Arbeitsgebiet Information and Communications: "Information und Kommunikation ist der am schnellsten wachsende Markt der Welt. Wachstumsraten von 10, in einzelnen Segmenten sogar 20 Prozent sind keine Seltenheit. Wer hätte gedacht, dass zur Jahreswende 4 Millionen Österreicher ein Handy besitzen werden und es damit in Österreich erstmals mehr Mobiltelefone als Festnetzanschlüsse geben wird."
Treibende Kraft im Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie ist die explosionsartige Entwicklung von Internet und Mobilfunk: Im Jahr 2002 rechnen Experten weltweit mit 600 Millionen Handynutzern, 1 Milliarde Telefonteilnehmern und 300 Millionen Internet-Usern. Das alles bedingt eine jährliche Steigerung der übertragenen Bytes um mehr als 1000 Prozent.
Neu: Geschäftsverantwortung für Jugoslawien
Neben den Erfolgen in Österreich haben sich die Aktivitäten auch in den Nachbarländern hervorragend entwickelt. Siemens Österreich hat seit November 1994 die volle Geschäftsverantwortung für die Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und seit wenigen Tagen auch für Jugoslawien und den Kosovo. In Summe erwirtschaften die Länder mit 1.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 5 Mrd. ATS (364 Mio. Euro). Mehr als 50 Prozent der Wertschöpfung erfolgen bereits im jeweiligen Land.
In den Regionen werden schwerpunktmäßig medizinische und Telekommunikationsprojekte umgesetzt, bis hin zum Aufbau kompletter GSM-Netze. An Betreiber in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Republika Srpska und Slowenien wurden komplette Mobilfunknetze geliefert. In Slowenien wird für Si-mobil ein schlüsselfertiges digitales Mobilfunknetz für 180.000 Teilnehmer errichtet.
UMTS Know-how in Österreich
Einzigartiges Know-how zum Thema Telekommunikation, Mobilfunk und Internet liefern die Spezialisten der Siemens Programm- und Systementwicklung (PSE): Rund 3.000 Mitarbeiter in Österreich erzielen eine Wertschöpfung von 3 Mrd. ATS (218 Mio. Euro) für weltweite Siemens Aktivitäten.
Das Thema Mobilfunk ist dabei eine spezielle Kompetenz der österreichischen Entwickler: Siemens Österreich ist an der Umsetzung von Lösungen für den weltweiten Mobilfunkstandard UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) wesentlich beteiligt: Ein 40-köpfiges Team arbeitet in der PSE an der Vermittlungstechnik für UMTS, insgesamt sind bei der PSE 450 Mitarbeiter mit Mobilfunk-Aufgaben beschäftigt.
Dietmar Appeltauer und Herbert Götz, das Führungsduo des Bereiches Information and Communication Networks (ICN): "Die Konvergenz der Services und Anwendungen ist dabei wichtiger als die Konvergenz der Netze. Für den Endanwender sind in erster Linie die verfügbaren Dienste entscheidend, nicht die Technologie, die dahinter steht."
Access-Technologien: Heißer Kampf um die letzte Meile
Ein heißes Thema für alternative Betreiber ist derzeit die Einbindung aller Enduser in diese Netze durch entsprechende Access-Technologien. Siemens beherrscht diese Technologien sowohl im Fest- als auch im Mobilnetzbereich und bietet Technologie und Know-how für diesen "Kampf um die letzte Meile".
38,7 Millionen Telefongespräche gleichzeitig durch Photonik
Eine bemerkenswerte Kostensenkung gibt es auch durch den Einsatz der Photonik bei der Übertragungstechnik. Mit der zukunftsträchtigen DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) Technik lassen sich mehrere optische Signale gleichzeitig über eine Glasfaser übertragen. In den Siemens-Entwicklungslabors wurden bereits Übertragungsraten von 3,2 Terabit/s erreicht, das entspricht einer gleichzeitigen Übertragung von 38,7 Millionen Telefongesprächen. Anders ausgedrückt könnte damit die Hälfte aller Einwohner Deutschlands gleichzeitig mit der anderen Hälfte telefonieren.
Corporate GSM: GSM meets IP
Die Lösung Corporate GSM ermöglicht drahtloses Telefonieren mit GSM-Handys über IP-basierte Firmennetze. Bei diesem Ansatz werden GSM-Handys voll in Unternehmensnetze mit den darüber laufenden Voice over IP basierten Diensten integriert. Der Teilnehmer wählt sich per Handy ins Intranet ein und ist darüber unter seiner Nummer ständig erreichbar, ohne das öffentliche Netz zu belasten. Mit einem Handy kann das zentrale Telefonverzeichnis am Display angezeigt und der Teilnehmer per Tastendruck gewählt werden. Auch der Austausch von e-mails zwischen Handy und PC ist möglich. Corporate GSM ermöglicht Anrufe vom Handy zu einem Multimedia-PC, Hicom-Endgerät oder zu einem anderen Mobiltelefon und umgekehrt. Die Erreichbarkeit von Handy-Benutzern wird so erhöht, ihre Mobilität gleichzeitig erhalten. Dem Unternehmen bringt Corporate GSM darüber hinaus wesentliche Kosteneinsparungen.
max.mobil.
Seit 1996 hat Siemens in Rekordtempo das Netz von max.mobil errichtet und ausgebaut und dafür 2.800 Basisstationen sowie 18 Netzsysteme wie z.B. Vermittlungsstellen, SMS-Center, Voice-Mail-Server und Intelligent Network zur Realisierung von Prepaid Systemen und von Virtual Private Networks geliefert. Von den derzeit 1,3 Millionen max.mobil. Kunden entfallen etwa die Hälfte auf den Prepaid-Bereich. Hier verfügt max.mobil. mit dem von Siemens realisierten "HerziLine"-Service auf Basis Intelligenter Netze über einen innovativen Dienst am österreichischen Mobilfunkmarkt. Der neue Festnetzdienst max.plus. ermöglicht auch Gespräche von Festnetz zu Festnetz. Ein von Siemens Österreich entwickelter Router, die max.plus.-Sparbox, nimmt den Kunden das Wählen der Vorwahl ab: Er wird zwischen Steckdose und Telefon platziert und vermittelt automatisch jedes Gespräch außerhalb der Ortszone über max.plus. in das Festnetz.
Alternative Betreiber und Telekom Austria setzen auf Siemens Technologie
Seit der Liberalisierung des Festnetzmarktes wurden in Österreich 49 Lizenzen für Sprachtelefonie vergeben. Alle wesentlichen alternativen Betreiber wie UTA und tele.ring mit Citykom sowie innovative kleinere Betreiber wie MIT, COLT, Pegasus und TelePassport arbeiten derzeit mit Sprach- und Datenvermittlungstechnologie von Siemens. Auch der langjährige Partner Telekom Austria setzt auf bewährte Siemens Technologie. Das österreichische digitale Telefonsystem wurde großteils von der AOSA Telekom Ges.m.b.H. & Co, einem gemeinsamen Unternehmen von Siemens und Alcatel, entwickelt.
Call Center
Für mittelständische Unternehmen wurde in Österreich ein innovatives Call Center entwickelt. Bisher haben mehr als 30 Kunden, darunter TelePassport, der Tourismusverband Zell am See, die Energie AG Oberösterreich sowie Canon diese Komplettlösung geordert.
Die automatische Anrufverteilung (Skill-based-routing) sorgt dafür, dass jeder Anruf zu dem Mitarbeiter weitergeleitet wird, der die Anfrage aufgrund seiner besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten - etwa Fremdsprachenkenntnisse - am besten beantworten kann. Eine Datenbankintegration ermöglicht es, Kundendaten bereits beim Anruf auf dem Bildschirm anzuzeigen. Mit dem Web-Agent und dem "Call me" Button ist die Lösung voll ins World Wide Web eingebunden. Per Mausklick auf der Homepage kann der Internet-User damit einen Rückruf anfordern.
Corporate Network: Kosten sparen durch Frame Relay Technik
Die einzelnen Gesellschaften der Haberkorn-Gruppe wurden vor kurzem an das Sprach- und Datennetz angeschaltet, das Siemens bereits 1993/94 für seine Kunden in Österreich errichtete. Alle Filialen und Niederlassungen in Österreich sowie das zentrale Rechenzentrum in Wien sind nun durch ein Corporate Network miteinander verbunden. Die Vorteile des intelligenten Telekommunikationsnetzes liegen in der Kosteneinsparung durch die Frame Relay Technik, die ein spezielles Protokoll für eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung nützt, und in der Kalkulierbarkeit: der Kunde kauft von Siemens als Provider die Dienstleistung Datenübertragung und zahlt für ein definiertes Volumen einen gewissen Betrag.
Party Line: Kommunikationssystem aus Österreich
Als einzige Siemens Gesellschaft weltweit bietet Siemens Österreich die Party Line an, eine Telefonleitung, an der ohne eigene Telefonanlage Teilnehmer über größere Entfernungen angeschlossen sind. Das System wird meist in einem nicht-öffentlichen Netz entlang von Eisenbahnlinien, Pipelines oder Hochspannungsstrecken zur Übermittlung technischer Information verwendet. Party Lines von Siemens Österreich kommen unter anderem in Libyen für eine Hochspannungsstrecke, in einem iranischen Kraftwerk, bei den slowenischen Staatsbahnen, bei den Bayernwerken und bei der Athener Wasserleitung zum Einsatz. (Ende)
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