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pte20260707001 in Forschung

Roboter merkt, wie fest er zupackt

Neue Sensibilitätssteuerung von QMUL-Wissenschaftlern setzt Kraft erfolgreich in Farbe um


Licht signalisiert dem greifenden Roboter den Anpressdruck (Foto: Queen Mary University of London)
Licht signalisiert dem greifenden Roboter den Anpressdruck (Foto: Queen Mary University of London)

London (pte001/07.07.2026/06:00)

Mit einem neuen Sensor haben Ingenieure der Queen Mary University of London (QMUL) Robotern indirekt Feingefühl beigebracht. Diese können jetzt erkennen, wie fest sie zugreifen und ihre Kräfte aufgrund optischer Signalen steuern. Wirklich sensibel sind bisher nur wenige Roboter. Die meisten packen zu, wobei empfindliche Objekte oft auf der Strecke bleiben.

Farbe ist ein Maß für den Druck

Die Idee stammt von QMUL-Forscher Giacomo Sasso von der Fakultät für Ingenieurwesen und Materialwissenschaften. Sie funktioniert, indem Kräfte in dynamische Farbmuster umgewandelt werden. Wird Druck auf eine weiche Sensoroberfläche ausgeübt, entstehen Farben, die sofort mit einer Standardkamera erfasst werden können. Art der Farbe und Intensität sind charakteristisch für den ausgeübten Druck.

Das Farbwechselmaterial befindet sich an der Spitze einer transparenten Hülle, die einer Fingerspitze ähnelt. Im Inneren befindet sich die Kamera, die durch Druck entstehende Farben in Echtzeit registriert. Darauf aufbauend berechnet der Mikroprozessor den nötigen, maximal zulässigen Druck. Das System kann sogar genutzt werden, um Strukturen auf Oberflächen zu ertasten, wie etwa einer Münze.

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