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pte20200807003 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

REM-Schlaf reguliert auch das Essverhalten

Experimente mit Mäusen könnten neue Therapieansätze bei Essstörungen hervorbringen


Schlafende: REM-Schlaf reguliert Essverhalten (Foto: pixabay.com, Claudio_Scott)
Schlafende: REM-Schlaf reguliert Essverhalten (Foto: pixabay.com, Claudio_Scott)

Bern (pte003/07.08.2020/06:05) - Die Aktivität bestimmter Nervenzellen während des wichtigen REM-Schlafs reguliert das Essverhalten. Wird diese Aktivität bei Mäusen unterdrückt, ist ihr Appetit gestört. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität Bern http://unibe.ch in Zusammenarbeit mit Kollegen des Inselspitals, Universitätsspital Bern http://insel.ch . Details wurden im "Journal Proceedings of the National Academy of Science" publiziert.

Lateraler Hypothalamus

Bestimmte Aktivitätsmuster der Zellen im lateralen Hypothalamus, die während des Wachzustandes Nahrungsaufnahme signalisieren, tauchen auch während des REM-Schlafes auf. Um den Einfluss dieser Aktivitätsmuster während des REM-Schlafes zu untersuchen, haben die Experten optogenetische Methoden eingesetzt, eine Technik, bei der die Aktivität von Nervenzellen mittels Lichtpulsen spezifisch während des REM-Schlafes ausgeschaltet werden kann.

Dieses Ausschalten der Signale führte dazu, dass sich bei wachen Mäusen die Essensaktivitätsmuster der Zellen veränderten und die Tiere weniger Nahrung zu sich nahmen. "Wir waren erstaunt, wie stark und lang anhaltend unsere Intervention im lateralen Hypothalamus die Aktivität der Nervenzellen und das Verhalten der Mäuse beeinflusst hat", sagt Erstautor Lukas Oesch. "Die Veränderung der Aktivitätsmuster war noch nach vier Tagen feststellbar", so der Forscher.

Hochwertiger Schlaf wichtig

Diese Erkenntnisse legen nahe, dass sich die elektrische Aktivität in hypothalamischen Schaltkreisen verändern lässt und zu einem stabilen Essverhalten beiträgt. Hochwertiger Schlaf ist laut den Forschern wichtig für das Essverhalten. "Das ist besonders entscheidend in unserer Gesellschaft, wo nicht nur die Schlafdauer abnimmt, sondern auch die Schlafqualität stark leidet, etwa bei Schichtarbeit, künstlichem Licht oder Social-Jetlag bei Jugendlichen", erklärt Antoine Adamantidis von der Universität Bern.

Der entdeckte Zusammenhang zwischen der Aktivität der Zellen im REM-Schlaf und dem Essverhalten könnte dazu dienen, neue Therapieansätze bei Essstörungen zu entwickeln. Zudem könnten sie auch von Bedeutung sein für die Motivation und das Suchtverhalten. "Dies hängt jedoch von den genauen neuronalen Schaltkreisen, der Schlafphase und anderen Faktoren ab, die noch zu erforschen sind", verdeutlicht Adamantidis.

(Ende)
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