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FRüHERE MELDUNGEN

pte19980222010 in Business

Projekt TREVI: Software mit Januskopf

Information Filtering mit EU-Geldern entwickelt


Wien (pte) (pte010/22.02.1998/15:46)

Das Forschungsprojekt TREVI (Text Retrieval and Enrichment for Vital Information) soll das Problem der "Informationsüberflutung" lösen helfen. Konkret geht es darum, wirklich nützliche Informationen aus verteilten Quellen im Internet, World Wide Web, oder firmeneigenen Netzen herauszufiltern. Anhand der Beschreibung von Benutzerinteressen (Kundenprofile) wird festgestellt, welche Informationen für den Abfragenden relevant ist.

Diese Aufgabe ist als "information filtering" bekannt. Die gefilterten Information werden dann durch Korrelation mit zusätzlichen Datenquellen angereichert (Textanreicherung). Danach wird die gefilterte und verknüpfte Information dem Auftraggeber in verständlicher und anschaulicher Weise dargeboten (Dokumentenpublikation).

TREVI wurde im Rahmen des EU-Programms ESPRIT unter der Projektnummer 23311 bewilligt. Die Projektlaufzeit ist von Jänner 1997 bis Juni 1999. Beteiligt sind neben der GMD-IPSI in Darmstadt/BRD u.a. auch das Economisch Instituut Tilburg in Warandelaan/Holland sowie die Firma Lyras Shipping Ltd. in London. Der niederländischen Projektpartner unterhält enge Verbindungen zum holländischen Wirtschaftsministerium, ein Schwerpunkt der Forschung ist Linguistik und Sprachanalyse. Lyras Shipping ist am EU-Programm beteiligt, hat aber keine für die Öffentlichkeit relevante Softwareentwicklungserfahrung.

Die Technik dahinter: Offen und unfaßbar zugleich

Moderne Kommunikationssysteme sind nahezu völlig transparent. So unterstützt z.B. das Message Switching System, das beim SystemX in England genutzt wird, ein ISDN-Protokoll. Die ISDN-Teilmenge ist in ihren Dokumenten als "Signal zum ISDN-Zugang an CCITT1-Schnittstellen" definiert. Weitestgehend unbekannt ist jedoch, daß in das Protokoll eine Möglichkeit eingebaut ist, das Telefon sozusagen "abzuheben", um Gespräche in der Nähe des Telefons zu belauschen, ohne daß der Nutzer dies bemerkt (SRG Newsletter, No.4, 1993).

Bei der Ortung eingehender Anrufe zu Mobiltelefonen ist es ähnlich. Alle Handybenutzer haben mit ihrem Mobiltelefon - sofern das Gerät aktiviert ist - ein kleines Verfolgungsgerät bei sich: Es gibt zu jeder Zeit den Aufenthaltsort seines Nutzers an; die Daten können im Firmencomputer des Netzbetreibers beliebig lang gespeichert werden. Zusammen mit der System X-Technologie ist dies ein für den Gebrauch gebautes Verfolgungs-, Beschattungs- und Aufnahmesystem par excellence (Sunday Telegraph, 2.2.97). (Ende)
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