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pte20210507036 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Präventive Hausbesuche zahlen sich aus

Flächendeckende Versorgung der älteren Bevölkerung nach skandinavischem Vorbild gefordert


Arzt und Patient: präventive Hausbesuche gut (Bild: pixabay.de, Megan_Rexazin)
Arzt und Patient: präventive Hausbesuche gut (Bild: pixabay.de, Megan_Rexazin)

Duisburg/Essen (pte036/07.05.2021/13:48) - Norwegische Gemeinden, in denen Senioren präventive Hausbesuche erhalten, haben nicht nur eine geringere Mortalität. Auch sinkt die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei Älteren deutlich. Außerdem nehmen die betroffenen Menschen häufiger häusliche Pflegeangebote wahr und Altenheimaufenthalte werden weniger. Laut Forschern der Universität Duisburg-Essen (UDE) http://www.uni-duisburg.de sollte das Angebot nach dem flächendeckenden Vorbild in Skandinavien auch in Deutschland ausgebaut werden.

Vorausschauendes Handeln

"In Dänemark erhalten seit 1998 alle Personen ab 75 Jahren zweimal im Jahr das Angebot, zu Hause von geschultem Pflegepersonal besucht zu werden. In Norwegen werden die Leistungen seit 2000 angeboten", verdeutlicht UDE-Professor Martin Karlsson. Die Pflegekräfte würden sich somit einen Überblick über die jeweilige Lebenssituation verschaffen und Tipps zur Vermeidung von Risiken im Haushalt geben. Bei Bedarf könnten sie zudem Informationen zu Pflegediensten oder -heimen vermitteln.

Karlssons Team hat mit norwegischen Kollegen eine große Studie angelegt. Grundlage waren Daten der gesamten norwegischen Bevölkerung aus den Jahren 1994 bis 2017. Fazit: Deutschland hat bei präventiven Hausbesuchen Nachholbedarf. "In einigen Bundesländern haben in den vergangenen Jahren Modellphasen begonnen - etwa 2015 in Rheinland-Pfalz. Sie ähneln dem norwegischen Modell und haben ein positives Feedback hervorgerufen", so Gesundheitsökonom Karlsson. Doch es gebe auch andere Meinungen: "Im Kreis Segeberg beginnt jetzt eine dreijährige Erprobungsphase. Der schleswig-holsteinische Landtag hat ein flächendeckendes Programm abgelehnt - die Personalkosten seien zu hoch."

(Ende)
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