pte20080926008 in Leben
Polygamie hinterlässt Spuren im Erbgut
Mehr genetische Unterschiede auf dem X-Chromosom
Tucson (pte008/26.09.2008/10:00)
In der Geschichte der Menschheit scheint ein relativ kleiner Anteil von Männern einen größeren Beitrag zum Gen-Pool geleistet zu haben als der Rest. Eine Studie der University of Arizona http://www.arizona.edu hat die Variationen in der DNA untersucht. Demnach haben zehntausende Jahre Polygamie eine Spur im Erbgut hinterlassen, die darauf hinweist, dass eine vergleichsweise kleine Anzahl von Männern mit einer großen Anzahl von Frauen Kinder gezeugt hat. Im Laufe der Zeit führt ein derartiges Muster zu mehr genetischen Unterschieden auf dem X-Chromosom. Der Grund dafür liegt darin, dass Frauen über zwei Kopien des X-Chromosoms verfügen, Männer nur über eine. Die Diversität entsteht in anderen Worten dadurch, dass manche Männer ihre Gene nicht weitergeben, der Großteil der Frauen jedoch sehr wohl. Details der Studie wurden in PLoS Genetics veröffentlicht.
Profitieren Sie von
unabhängigem Journalismus!
Lesen Sie mit pressetext Abo+ weiter und unterstützen Sie
Qualitätsberichterstattung für nur 1 EUR pro Woche!
Das Angebot beläuft sich auf 1 EUR pro Woche bzw. 49 EUR im Jahr
– und das, solange Sie wollen. Sie bleiben flexibel, denn Ihr pressetext Abo+
passt sich an Ihre Lesegewohnheiten an und ist jederzeit kündbar
