pte19990128004 in Business
Polygamie erhöhte Chancen im Überlebenskampf
Mehrere Väter sichern das Überleben des Nachwuchses besser
Berlin (pte) (pte004/28.01.1999/07:53)
Anläßlich der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft präsentierten Forscher neue Theorien zur Polygamie bei Naturvölkern. Das Fazit der Anthropologen: Bessere Nahrungsversorgung und höherer Schutz von Frau und Kind erhöhen die Überlebenschancen des Nachwuchses. Bislang deuteten Wissenschaftler die vom Menschen - im Gegensatz zu anderen Primaten - monogam praktizierte Partnerschaft als ein Abkommen, bei dem der Mann für Schutz und Nahrung im Gegenzug die Sicherheit erhält, seine Gene in die nächste Generation transferiert zu sehen. Doch dieses Ziel, so zeigt der US-Anthropologe Steven Beckerman von der Pennsylvania State University, läßt sich auch auf andere Weise erreichen: "Überall im Tiefland Südamerikas gibt es den Glauben an die geteilte Vaterschaft, bei der alle Männer, die mit einer Schwangeren Frau zu Beginn und während der Schwangerschaft sexuell verkehren, an dem Nachwuchs beteiligt sind."
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